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Träume nicht dein Leben sondern lebe deinen Traum

Vögel

Text folgt

Warum tut man sowas ???

Gestern (16.4.18) war ich beim Fußball, allerdings ging da ein Platzregen nach dem anderen herunter, dass der Platz sehr schnell unbespielbar wurde. Außer mir blieben noch drei, und nach einer Stunde wildem Aufs-Tor-Geballere wächst dort nun endgültig kein Gras mehr.
Nun kam ich also klatschnass und schlammig in meinen tropfenden Fußballklamotten nach Hause und wollte eigentlich sofort unter die Dusche hüpfen. „Eigentlich“ ist aber so ein Wort, dass immer eine Einschränkung nach sich zieht. Als ich auf den Hof fuhr, sah ich Andrea auf der Ostseite des Hauses buddeln. Sie wollte dort – eigentlich – nur einen kleinen Kanal schaffen, durch den das viele Regenwasser abfließen kann. Dabei fand sie dann zweierlei Dinge heraus:
1. Unter der Grasnarbe befindet sich, wie bereits vermutet, altes Kopfsteinpflaster.
2. Derjenige, der eine Stromverbindung vom Wohnhaus zur Scheune gelegt hat, war kein Profi, sondern… äh… Seht selbst. (Man achte auf das, was Andrea im Bild mit dem Spaten aus dem Schlamm hebt. Echte Elektriker sollten sich aber vorerst hinsetzen um nicht vor Schreck umzufallen.)

   

Da ich sowieso schon nass und schlammig war, und bei jedem Schritt Wasser aus meinen Fußballschuhen quoll, kam’s auch nicht mehr drauf an, ich schnappte mir einen Spaten und packte mit an. Die Dusche würde ja nicht weglaufen. Mit Fußballschuhen hat man übrigens tollen Halt auf schlammigem Boden. Besser als mit meinen Straßenschuhen.

Nach jedem Regen staut sich das Wasser dort, wo wir morgens im Dunkeln lang müssen um zu unseren Autos zu kommen. Es wurde auch Zeit, dass der ganze Matsch da mal verschwindet.

Gemeinsam haben wir dann ein gutes Stück des alten Kopfsteinpflasters freigelegt. Dann hab ich mich aber unter eine warme Dusche verzogen. In den nassen Sachen wurde es doch langsam kalt.

   

Andrea machte noch ein bisschen weiter und räumte dann das Werkzeug wieder rein. Heute (17.4.18) genoss ich meinen Urlaub inklusive langem Ausschlafen. Anschließend gönnte ich mir einen Spaziergang über’s Grundstück, beobachtete und fotografierte zahlreiche Vögel, und erkannte, dass das Kabel, das da undefiniert aus der Scheune hängt, das gleiche sein muss, was Andrea gestern ausbuddelte.

  

Ja, da war ein Profi am Werk. Oder zumindest einer, der sich für einen gehalten hat.
Ich bin jedenfalls heilfroh, dass keine einzige alte Stromleitung noch irgendwo angeschlossen ist. In weiser Voraussicht haben wir alles alte herausgerissen und das Stromnetz des Hauses komplett neu verlegen lassen. Neuer Sicherungskasten, neue Leitungen, neue Lichtschalter und Steckdosen. Dies hier ist eine weitere Erinnerung daran, warum wir das taten.

Die Buddelei hat sich übrigens gelohnt. Heute war das Wasser komplett abgelaufen und man kommt nun einigermaßen trocken aus dem Haus.

Der erste Frühlingstag

Das zweite Wochenende im März war dann richtig frühlingshaft. Man konnte im T-Shirt draußen sein ohne zu frieren!
Florian K. half, den Schuppen aufzuräumen, Platz zu schaffen für weiteres Brennholz. Während er Holz hackte und ich es wegsortierte, machte Andrea Essen. Gegessen wurde dann draußen. Ohne zu frieren, und weil so früh im Jahr, ohne Mücken.

Dieses Wochenende war meine Gelegenheit, das neue Teleobjektiv auszuprobieren. Dass meine gute alte Spiegelreflexkamera beim Umzug verschwand, hat mich sehr lange sehr traurig gemacht. Mit ihr habe ich auf zahlreichen Hochzeiten in der Familie und im Freundeskreis fotografiert, mein Bruder hatte sie mit auf seiner Verlobungsreise, mit mir reiste sie durch Malta und Kenia… so viele schöne Erinnerungen!
Zum Geburtstag gönnte ich mir dann das Nachfolgemodell. Verwandte hatten mir Geld geschenkt. Ich habe lange überlegt, ob ich es in den Bau stecke, wie sonst jeden Euro, oder ob ich nicht doch die lange vermisste Kamera ersetzen sollte. Die Kamera hat gewonnen.

   

Wacholderdrosseln gibt’s hier einige. Sie verstecken sich aber meist. Hab sie auch erst für Singdrosseln gehalten, aber dank Kosmos-Vogelführer sind sie jetzt genauer bestimmt.

   

Dann gibt’s hier natürlich auch Amseln. Ich werde nie vergesse, wie eine davon die Kreissäge ausgepfiffen hat, als ich damit arbeitete. Amseln sind so herrlich größenwahnsinnig.

   

Eine Blaumeise flog immer wieder ein Loch in einer alten Linde neben dem Schuppen an. Ob sie da wohl nistet? Vielleicht gibt’s in dem hohlen Baum aber auch leckere Insekten.
Guten Appetit!

Auch Bachstelzen und Sumpfmeisen habe ich hier schon beobachtet. Und neben dem Schuppen hat eine Ente ihr Nest gebaut.
Es wird Frühling!

Frost

Der 28. Februar 2018.
Eigentlich dachte ich, hab so langsam alle möglichen kuriosen Pannen durch, die meine Karre so produzieren kann.
Naja, dachte ich.
Man kann sich ja mal irren.
Heute Morgen waren’s gemütliche -10°C als ich aus dem Haus ging. Erstaunlicherweise musste ich kein Eis kratzen. Auch nicht an der Innenseite der Windschutzscheibe! Nichtmal die Türen waren eingefroren! War ich etwa ganz umsonst so viel früher aufgestanden?
Nein, war ich nicht! Die Karre sprang zwar vorbildlich an, weigerte sich dann aber, irgendetwas anderen als den ersten Gang zu liefern. Die ganze Schaltung war ganz einfach eingefroren, der Hebel ließ sich keinen Zentimeter bewegen. Immer mal etwas Neues! Mit der Karre wird’s nie langweilig.
Bin also im ersten Gang losgeeiert in der Hoffnung, dass die anderen Gänge auch noch auftauen. Möglichst vor der Auffahrt zur B76. Auf den Feldwegen geht so ein Tempo ja noch, aber auf ‘ner Bundesstraße?
Nach drei Kilometern im Schritttempo ging die Schaltung dann plötzlich wieder.

Nach einem Tag in der Berufsschule gingen die Probleme am Nachmittag weiter.
Bei facebook schrieb ich:
„Da will man in Ruhe die Taverne vorbereiten, da muss man feststellen: Es kommt kein Wasser mehr aus der Leitung.
Eingefroren.
Im „Hauswirtschaftsraum“ (mit viel gutem Willen geht das Loch als solcher durch) sind’s gerade gemütliche -4°C. Am Wasserzähler selbst hängt das Heizkabel, das auch ordentlich warm ist, aber schon wenige Zentimeter dahinter kommt nichts aus dem Wasserhahn. Ob es also hier im Haus eingefroren ist, oder irgendwo sonst in der Landschaft weiß ich nicht. Es existieren leider auch keine Pläne, wo genau die Wasserleitung auf dem Gelände eigentlich liegt.

Und nun ist am Wochenende Con. Klar, für Kaffee, Tee, zum Zähneputzen und Händewaschen kann man Mineralwasser nehmen.
Aber kann ich jemandem, der bei diesem Wetter draußen zeltet wirklich die warme Dusche am Morgen verwehren? Und verträgt unser Plumpsklo über 50 Personen? Oder kriegen wir es hin, dem zugefrorenen Teich Wasser für eine Klospülung abzutrotzen?

Und der Wetterbericht ist auch nicht gerade gnädig. Erst am Sonntag soll es wieder +1°C werden. Aber bis dann wirklich was auftaut, dauert das dann noch.

Muss ich nun die Con, meine Geburtstagsfeier absagen? Ich hoffe nicht! Und irgendwie hoffe ich, ihr seid genauso verrückt wie ich und kommt trotzdem. Aber verstehen könnte ich es, wenn jemand nicht mehr kommen will.

Ich hoffe nun auf Helfer, die mir am Donnerstag Nachmittag ab 16:30 helfen, Holz kleinzusägen, damit für den Kamin auf jeden Fall genug da ist. Zudem liegt das im Flur im Weg rum.
Außerdem will ich versuchen, mit der Gasheizung (so’n Strahler), die Leitung im Hauswirtschaftsraum aufzutauen, falls der Fehler wirklich dort ist. Aber ich mag den Strahler nicht unbeaufsichtigt lassen. Ist immerhin ’ne offene Flamme.

Ich fühl mich gerade ziemlich ratlos…
Hat hier jemand ’nen Plan?“

   

Und ja, meine Freunde hatten Pläne. Die Con wurde nicht abgesagt. Alle waren vorgewarnt und brachten sich selbst Kanister und Flaschen mit Wasser mit. Der Löschteich wurde an einer Stelle aufgehackt, damit wir dort Wasser schöpfen konnten, das dann als Klospülung verwendet wurde. Ansonsten konnte man auf dem Teich prima herumschlittern, das hat Spaß gemacht!
Kumpels brachten mir ihre Gasheizungen und Heizlüfter vorbei.

    

Am 5. März ging das Wasser dann wieder. Zum Glück hatte ich die Leitungen rechtzeitig abgedreht und leerlaufen lassen, so war kein Druck da, der die Leitungen hätte beschädigen können. Alles blieb ganz.

Aber es wird wirklich Zeit, dass die Bude hier vernünftig isoliert wird. Und zwar überall.

Das Backhaus

Leider hat es der viele Regen der letzten Monate geschafft, ins Backhaus einzudringen. Draußen stand eine riesige, tiefe Pfütze, die munter durch die Wände drückte. Derjenige, der den Anbau am Backhaus geplant hat, hat offensichtlich nicht weit genug nachgedacht und den Anbau tiefer gelegt.

  

Damit das nicht wieder passiert, haben Andrea und ich einen kleinen Stichkanal geschaffen, der diese Pfütze jetzt in den Löschteich weiterleitet.

  

Dabei war uns der Zaun im Weg, den dort eh niemand braucht. Auch Stacheldraht fanden wir dort in nicht gerade geringen Mengen. Die Dorf-Gerüchteküche besagt, dass der dort eingesetzt wurde, damit keine Kinder in den Teich fallen. Nun ja, hoffentlich nicht.

  

Des weiteren kamen einige Rohre und Leitungen zum Vorschein, von denen ebenfalls niemand weiß, was die da tun / tun sollten. Es bleibt spannend.

  

Der Holzspalter

Im Februar war es dann auch endlich soweit, den Holzspalter einzuweihen. Johann B., Jonas L., Nicole T., Nils K., Tim S. und Tom V. packten mal wieder fleißig mit an. Tolles Gerät. Es frisst Starkstrom und hat daher keinen lauten Benzinmotor. Entsprechend standen wir auch nicht in einer Abgaswolke. Insgesamt arbeitet es sich sehr angenehm damit.

   

Tom begann irgendwann die alte Hütte zu zerlegen, die der Dorf-Gerüchteküche nach einst ein Kinderzimmer gewesen sein soll. Die Liebesbriefe, die wir darin fanden, klangen sehr nach Jugendlichen.

   

   

Abends fiel dann noch eine weitere Fliese von der Wand im Badezimmer. Das Haus arbeitet. Auch in der Dusche wölben sich die Fliesen. Hoffentlich halten die noch ein bisschen.

Nach so einem arbeitsamen Wochenende war es besonders anstrengend, am Montag wieder um 5:00 aufzustehen. Dieser herrliche Sonnenaufgang auf dem Weg zur Arbeit entschädigte aber dafür. das Schöne an den Feldwegen hier ist ja auch, dass man hier selten mal ein anderes Auto sieht. Niemanden stört es, wenn man anhält, den Motor ausstellt und ein Foto macht. Es ist keiner da, den es stören könnte.

Farbe, Mäuse und Toiletten

Im Februar 2018 war dann endlich ein bisschen zeit dafür, die OSB-Wände in meinem Zimmer zu streichen. Natürlich wäre es einfacher gewesen, sie zu streichen und erst danach einzuziehen und Möbel an die Wände zu stellen! Aber ich hatte es eilig mit meinem Umzug. In der alten Wohnung konnte ich mich zuletzt weder wohl noch sicher fühlen. Ich musste da raus.
Nach der ersten Schicht Farbe habe ich mit meinem kleinen Bandschleifer (Varioschleifer von Bosch) die Ecken und Kanten glatt geschliffen. Hervorstehende Splitter müssen ja nicht unbedingt sein. Bei der Gelegenheit hab ich auch gleich den sehr rauen und splittrigen Türrahmen geglättet. Anschließend sah die Wand noch eine zweite Schicht Farbe. Jetzt bin ich mit dem Ergebnis zufrieden. Es ist immer noch OSB, fällt aber nicht mehr auf. Und in weiß, wirkt der Raum heller. Naja, zumindest der kleine Teil des Raumes, der jetzt weiß ist.
Nun gibt es ein laaaanges Regalbrett für meine CDs über den Türen, und endlich zwei volle Umzugskartons weniger. Ja, hier stehen immer noch Umzugskartons. Zeit ist kostbar und rar.

Ich mag meinen kleinen Bandschleifer. Den hat mir mal jemand zum Geburtstag (oder war’s Weihnachten?) geschenkt, der wirklich wusste, was ich brauche. Allerdings hab ich jetzt ’ne Staublunge, weil die $%&/§-Mäuse meinen Staubschutz gefressen haben, aber immerhin ist es jetzt fertig.
Die Mäuse haben übrigens noch mehr gefressen. Da sind nicht nur Löcher in der neuen Dämmung, da sind auch Löcher in meinem geliebten Körnerkissen, dass sich beim Umzug in einen Karton mit CDs verirrt hat. Sonst hätte ich es früher gefunden und meinen Rücken damit entspannt. Übrig ist jetzt ein völlig zerfetztes Etwas, von dem nicht mehr erkennbar ist, was es mal war. Eine liebe Freundin hat mir zum Glück mittlerweile ein neues geschickt.

   

Ja, der Februar war definitiv zu ungemütlich um draußen viel zu machen. Und trotzdem ist dort viel passiert. Bei der letzten Con mussten immer wieder Leute für’s Klo anstehen. Ein drittes Klo musste also her, und Jule H. kam und baute mal eben ein Plumpsklo, eine Komposttoilette in das Kabuff vor der Küchentür. Vermutlich war das um 1750 auch schonmal ein Klo, passt also.

   

Ganz nebenbei legte sie dabei die Terrasse frei. Über den völlig vermoderten Holzbohlen war eine dicke Schicht Erde und Gras, sowie alte Blätter. Nun sind die Bohlen Vergangenheit. Sie waren so verlegt worden, dass man die Klotür nicht aufbekam, also mussten sie weg. Darunter kam eine einigermaßen ebene Betonfläche zum Vorschein. Ebener als die Terrasse vorher und damit eine deutlich kleinere Stolperfalle im Dunkeln auf dem Weg zur Arbeit.

   

Irgendwann wurde es dunkel, aber Jule ließ sich nicht beirren. Im Schein eines großen Baustrahlers wurde das Kompost-Klo fertiggestellt. Zuletzt hängten wir die Tür wieder ein und bauten einen Riegel ein, und nun kann man nach draußen ausweichen, wenn einem die Schlange vor den Toiletten drinnen zu lang ist. Sicher kein Luxus, aber besser als nichts.
Toll, dass sich in meinem Freundeskreis auch für die unspektakulären Arbeiten Helfer finden!

Ein frostiger Januar

Im Januar war’s dann kalt und frostig. Aber ein paar schöne, klare Tage waren doch dabei. Das trieb mich dann wieder mit der Kamera vor die Tür.
Hier also ein paar Impressionen von meinem Grundstück:

   

Die Gräben sind gut gefüllt, und angefroren. Tragen tut das Eis jedoch noch lange nicht.

   

Auch die Fläche vor dem Feldherrenhügel steht noch unter Wasser. Man kan sik wohl den heelen Dag argern, aver ik mutt dat nich. Sieht doch eigentlich ganz schön aus, oder?

   

Auch die Felder der Nachbarn stehen unter Wasser. In der Sonne wirken sie so friedlich… Für die Landwirte ist das natürlich alles andere als schön. Winterweizen wächst hier so nicht und Bodenbearbeitung ist auch nicht möglich.

   

   

Am Knick sind noch einige Hagebutten zu haben. Der Geräuschkulisse nach sind alle Vögel Schleswig-Holsteins hier und streiten sich darum.

   

Auch Andreas Ziegen genießen das sonnige Wetter und begleiten uns auf dem Spaziergang.

   

  

   

Leider hat das Haus zwei Außenwasserhähne, wobei ich nur von einem weiß, wo die Leitung läuft. Den Hahn neben der Küchentür kann man mittlerweile von innen abdrehen um Frostschäden zu vermeiden.
An den Badezimmerfenstern gibt es jedoch noch einen, und nichtmal meine Klemoner konnten herausfinden, woher die Leitung kommt. Irgendwo aus der Wand… Wir haben ihn daher in Strohballen eingepackt, diese in eine Plane eingeschlagen, und die, damit sie nicht wegweht, mit Holzbalken fixiert. Sieht doof aus, hält den Wasserhahn aber hoffentlich frostfrei.

   

   

   

   

Und hier die Reste eines alten Kamelgeheges. Sie werden uns sicher einige Stunden warm halten.

Ein etwas anderer Weihnachtsbaum

  

Kanntet ihr schon unseren Weihnachtsbaum? (Manche nennen ihn liebevoll „Trash-Tree“)

Ist er nicht unglaublich hübsch? Und die Deko so liebevoll gebastelt. Die Nägel wurden in erlesener Handarbeit einzeln aus der Kaminasche gefischt und die Kronkorken in erwartungsvoller Freunde auf hervorragenden Bierflaschen geerntet. Miteinander verbunden wurden sie mit hochwertiger Paketschnur.
Mit einem wahnsinnig gut erhaltenen Mistelzweig und einem Stern an der Spitze. Ok, einer Schneeflocke aus Holz über der Spitze. Aber wer wird das denn gleich so genau nehmen.
Wir haben ihn auch nicht aufgestellt sondern aufgehängt, aber was soll’s. Der macht sich ganz gut da oben.
U
nd er kommt garantiert nicht aus einer Nordmanntannen-Monokultur!

   

Tatsächlich stammt er aus eigenem Anbau. Die gesamte Tanne war mit ihren etwa 12 Metern aber zu groß für die Küche. Also nahmen wir nur die Spitze. Der Rest an Tannengrün ging an mehrere Kindergärten im Umkreis zum Basteln sowie an Freunde, Verwandte und Nachbarn. Der Stamm wird eines Tages eine Art Torhaus über der Einfahrt werden. Aber bis dahin dauert es noch, der muss erstmal ablagern.

Hauptsächlich habe ich die Tanne gefällt, weil hier auf dem Grundstück neun Nordnammtannen in Reih und Glied stehen, militärisch, alle im gleichen Abstand zueinander, auf einer Linie. Das sieht fürchterlich unnatürlich aus. Mitterweile habe ich ein paar Fichten und Kiefern dazwischen gepflanzt, sowie Walnuss- und Apfelbäume, die wir in der Berufsschule als Übung veredelt haben, daneben. Hoffentlich vertragen die sich.

Winter: Matsch, Schnee, Frost

Im November wurde es leider noch matschiger. Es hörte einfach nicht mehr auf zu regnen. Draußen war nicht mehr viel zu machen, so wurde die Zeit dafür verwendet, die Küche endlich weiß zu streichen. Die Wände bestehen zwar immernoch aus OSB-Wänden, aber immerhin sehen die jetzt nicht mehr ganz so baustellig aus.

   

Meine Karre hat Schwimmen gelernt. Jedenfalls hat sie es den ganzen Winter über irgendwie hinbekommen, diesen Weg zu meistern.

Andrea baute für die Ziegen eine Kiste zum drin verstecken, als zusätzlichen Schutz gegen die Kälte in ihrem Stall.

  

Die Kiste wurde gut angenommen. Leider auch, um sie als Trittleiter zu benutzen um aus dem Gehege auszubüchsen. Am nächsten Morgen standen alle drei Ziegen vor der Küchentür.

Das Reet, dass auf der Koppel lagerte, bildete mittlerweile den Beginn eines Knicks, also einer Wallhecke. Natürlich muss noch eine Menge Erde bewegt werden, bis das ein echter Wall ist, aber es sollen ja auch noch Gräben vertieft werden, da wird schon genug zusammenkommen.

   

In der Mitte des Walls soll es einen Durchgang geben, dann kann er von NSCs zum Anschleichen genutzt werden. Wenn da erst Sträucher dicht an dicht wachsen, dann kann man sich da sicher gut verstecken.

Hier noch zwei Bilder von dem, was laut Nachbarin vor Jahren einmal englischer Rasen war:

   

Aber wer braucht schon englischen Rasen?
Vielfalt statt Einfalt, heißt es doch so schön. Und hier kann man morgens Rehe unter dem Apfelbaum vor dem Wohnzimmer sehen, wenn man aus dem Fenster schaut.

Im Schuppen tat sich etwas: Dank meiner Helfer gibt’s dort nun weitere Lagerfläche für Brennholz. Und dank meiner Kollegen aus dem Tierpark, die dort gerade alte Gehege abreißen und neue bauen, reißt auch der Nachschub an unbehandeltem Holz nicht ab.

   

Im Dezember wurde es dann kalt. So kalt, dass mein Aquarium in der Diele einfror. Zum Glück waren keine Tiere, sondern nur Pflanzen drin. Aber ich mochte meinen Javafarn!

Dann der erste Schnee. Lange blieb er nicht liegen, aber er sah schön aus und trieb mich mit der Kamera auf den Dachboden, um die Aussicht zu genießen.

   

   

Den Bildern mit den zerbrochenen Fensterscheiben gaben Kumpels den Titel „Wintereinbruch“. Passt irgendwie.

   

Leider wurde der Schnee schnell wieder vom Matsch abgelöst. Es taute, es regnete. Der Teich füllte sich wieder und lief über.
Im Herbst hatte ich Sumpfzypressen gepflanzt. Man muss das beste daraus machen!

Der Scheune taten diese Wassermengen leider überhaupt nicht gut. Sie sackt immer weiter ab. Balken und Wände bröckeln.

   

Leider üben meine neugepflanzten Obstbäumchen eine magische Anziehungskraft auf die Rehe aus, die es hier so zahlreich gibt. Als mir der Kaninchendraht ausging, mussten Tannenzweige herhalten. Irgendwie muss man seine botanischen Lieblinge ja schützen.

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