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Träume nicht dein Leben sondern lebe deinen Traum

Monat: Oktober 2016

Dunkel war’s, die Baustrahler schienen helle…

Am Mittwoch wurde neues Baumaterial geliefert. Leider ist meine Einfahrt mittlerweile ziemlich matschig , darum wurden Dachlatten, Balken und Unterspannbahnen direkt am Tor abgeladen. Mit Andreas Hilfe hab ich dann heute Abend zumindest die ersten 35 Hölzer bewegt.  91 weitere warten noch auf unseren Einsatz. Aber puh! Ich bin platt. Wie Urlaub fühlten sich die letzten zwei Wochen nicht an. Na, wer hat Lust, noch ein bisschen Holz zu schleppen? 😉

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Der Bereich über der Küche und dem östlichen Teil des Wohnzimmers ist inzwischen abgedeckt worden. Nächste Woche soll die neue Lattung drauf kommen, und dann auch neues Reet.  Wir haben diesen Bereich vorgezogen, da es über der Küche am meisten reinregnete, unter anderem in den Stromverteilerkasten, und das muss ja nicht sein.

Hoffentlich läuft nun alles nach Plan und dieser Teil des Daches ist schnell wieder unter Reet. Zur Sicherheit haben Andrea und ich heute Abend auch alles, was im Wohnzimer stand, unter die dichteren Dachbereiche geschafft. Hat sich angefühlt wie ein ganzer Umzug. Nur für den Fall, dass es in den nächsten Tagen regnet. Soll ja vorkommen im Herbst in Schleswig-Holstein. 😉 Bislang war der Herbst aber noch einigermaßen gnädig mit uns.

Gute Nachrichten

Es gibt gute Nachrichten:

  1. Heute wurden neue Dachbalken geliefert. Auf Grunde der matschigen Einfahrt konnten die nicht ganz bis zur Baustelle hingebracht werden. Ich hoffe, ich finde mindestens einen Helfer, der die am WE mit mir dorthin trägt, wo sie gebraucht werden. Das würde die Zeit meiner Handwerker und damit mein Geld sparen.
  2. Seit heute gibt es neben einem Briefkasten auch eine Hausnummer am Tor. Es sieht nach und nach immer bewohnter aus.
  3. 5 Spender ließen mir insgesamt 188,16 € zukommen. Herzlichen Dank dafür! Das hilft ungemein.

Das Backhaus wird eingepackt

Dieses Wochenende waren wir zu fünft auf dem Hof zugange. Jan, Lina, Lisa und Oliver haben wieder ordentlich mit angepackt. Samstag wurde aufgeräumt, Müll eingetütet und die kaputten Glasfenster in der Haustür verbrettert.

Am Sonntag morgen wollte ich nur eben für kurze Zeit in den Tierpark Gettorf verschwinden und einer Kollegin dort helfen, was damit endete, dass ich alle Helfer ins Auto packte und wir dort gemeinsam anpackten. Ein eingespieltes Team waren wir ja schon.

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Schon die Autofahrt nach Gettorf war lustig. Meine Karre ist ja ganz offiziell ein Fünfsitzer. So wurde es dann kuschelig. Ein paar Fasane kreuzten unseren Weg und die Unterhaltung war perfekt.

Im Tierpark gab’s dann zur Belohnung für die Arbeit niedliche Erdmännchen mit Nachwuchs zu sehen, kuschelige Ziegen im Streichelzoo und Spaß auf dem Kinderspielplatz.

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Erst das Vergnügen, dann die Arbeit? Jedenfalls haben wir trotz der Unterbrechung auch wieder was geschafft. Der Weg zum Wohnhaus scheint wirklich einmal ein Kopfsteinpflasterweg gewesen zu sein. Unter der Grasnarbe liegen die Steine immer noch, und da man sich auf denen wesentlich unwahrscheinlicher festfährt als auf dem regennassen Gematsche darüber, das mal Rasen gewesen war, kamen Schaufel und Spaten zum Einsatz und der ganze Schmodder musste weichen. Schubkarrenweise ging’s zum zukünftigen Knick. Vom Besitzer des Grundstückes dahinter habe ich mittlerweile die Erlaubnis bekommen, den gewünschten Knick dort errichten zu können. Bald wird also eine Wallhecke den Blick auf die Windkraftanlagen versperren.

Die kaputte Dachseite des Backhauses ist nun auch wieder einigermaßen dicht. Jan war so nett eine passende Plane zu nähen, die die Dachseite komplett abdeckt. Da regnet’s nun jedenfalls nicht mehr rein. Professionell sieht das Ergebnis nicht aus, aber wir haben ja auch nie behautet, professionelle Backhaus-Einpacker zu sein. Hauptsache ist, dass es hält.

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Irgendwann lässt sich das Backhaus bestimmt mal vermieten. Dauerhaft oder als Ferienwohnung, an LARPer auf Cons, mal sehen. Interessenten gibt es bereits im Freundeskreis. Im Moment ist aber kein Geld für die nötigen Sanierungen übrig, das Wohnhaus hat Priorität. Und da tut sich was! Während wir dort beschäftigt sind, soll das Backhaus nur nicht weiter vermodern.

Die Tier- und Pflanzenwelt von Köhnholz

Als Biologin bin ich auch sehr daran interessiert, was auf meinem Hof kreucht und fleucht. Ich habe begonnen Fotos von al den Tieren zu machen, die mir da so über den Weg laufen. Einige lassen sich bis auf’s Artniveau bestimmen, andere nicht. Das Tierchen, das mir Mitte Oktober im Erdgeschoss des Wohnhauses um die Ohren flog, ist immerhin eindeutig als „Fledermaus“ zu identifizieren gewesen. Ja, nicht nur draußen gibt’s was zu entdecken. Als wir eine vergammelte Wandverkleidung der Küche ablösten, befand sich dort eine Schnirkelschnecke. Und im Flur ist mir mal ein Molch über den Weg gelaufen. Die Mäuse und Marder im Dachgeschoss sind dann wieder weniger lustig, die Hornissen dagegen sehr interessant…

Als angehende Gärtnerin kurz vor der Zwischenprüfung ist der Blick auf die Pflanzenwelt des eigenen Grundstücks vermutlich noch einmal geschärft. Es ist ein ganz ordentlicher Altbestand an Gehölzen da, beim Graben wurden schon zahlreiche Zwiebeln gefunden, die mir wohl im nächsten Frühjahr zeigen werden, was aus ihnen wachsen möchte, und ein paar Pflänzchen hab ich auch selbst schon gepflanzt. Es sollen noch mehr werden.

Ich fände es schön, wenn später, wenn auf diesem Gelände Cons stattfinden, diejenigen, die Kräuterkundige spielen, auch echte Kräuter finden und verwenden können. Frei nach dem Motto: Du kannst, was du darstellen kannst (DKWDDK)!

Eine arbeitsreiche Woche

Auch in der letzten Woche ist wieder viel passiert. Julian half mir und Andrea, die Wasserleitungen einigermaßen dicht zu kriegen. Wir begannen mit dem gerissenen T-Stück im Hauswirtschaftsraum. Auch den Wasserhahn dort konnte man nur mit einer Rohrzange und viel Gewalt einigermaßen schließen, der wurde also auch erneuert.

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Dann stellten wir das Wasser an und sahen nach, wo es noch alles undicht ist. Hätten wir geschaut, wo es dicht ist, wäre das schneller gegangen. In jedem Raum mit Wasserleitung gab’s mindestens ein Leck. Im kleinen Bad sprudelte es aus der Wand, dort wo wohl mal eine Warmwassertherme für die Dusche gehangen haben muss. Der Abfluss des Waschbeckens dort war ebenfalls undicht. Der Zulauf zum Klo funktionierte nicht, es kam kein Wasser im Spülkasten an. Dafür lief aus der kaputten Duscharmatur umso mehr aus. Im großen Bad war der Spülkasten des Klos undicht und verteilte sein Wasser auf dem Fußboden. Auch hier war der Abfluss des Waschbeckens undicht, aber dort kam das Wasser gar nicht an, denn auch der Zulauf spritzte munter in den Unterschrank, das Wasser versickerte dann darunter im Fundament. In der Küche verteilte sich ebenfalls das Wasser im Raum, es sprudelte hier aus dem ehemaligen Zulauf des nicht mehr existierenden Wasserhahns. Diese Aufzählung ist leider nicht komplett…

In der Scheune war ein ganzer Wasserhahn abgebrochen, das Rohr damit offen und der Scheunenboden entsprechend nass. Leider lassen sich die zahlreichen Außen-Wasserhähne nicht einzeln abstellen, sie hängen an dem einen Ventil mit dran, das das ganze Haus versorgt. Wie das bei Frost im Winter gut gehen soll, weiß ich nicht.

Als wir dann endlich vorläufig fertig waren und ich zurück nach Kiel wollte, streikte meine Karre. Wenn Dinge ungeplant laufen, dann meist gleich alle auf einmal. Anschieben half nicht, also musste der ADAC extra aus Eckernförde kommen… die 50 Minuten Wartezeit nutzten Andrea und ich zum Walnüsse ernten. Zum Glück war’s nur die Batterie. Ich brauch wohl eine neue.

Auch meine Handwerker waren fleißig, unter anderem gibt’s nun einen neuen Deckenbalken, der den vergammelten und holzwurmbefallenen Müll, der sich vorher Balken schimpfte, ersetzt.

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Auf dem Spitzboden sind ein paar Sicherungsmaßnahmen passiert, wie auch an anderen Stellen des Daches.

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Am Wochenende waren dann Lina, Nicole, Nils, Florian und Oliver da um mir zu helfen. Wir verbretterten die zerbrochenen Küchenfenster, und sofort merkte man deutlich, dass es weniger zog und uns wurde drinnen etwas wärmer.

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Der Müll, der noch von der Küchenwandverkleidungs- / Küchendecken-Abriss-Aktion vom letzten Wochenende übrig war, wurde in Müllsäcke verpackt und zur Entsorgung bereitgestellt. Dann war die Zeit für Pizza und Dönerteller am Lagerfeuer gekommen. Holz liegt schließlich nach wie vor genug herum.

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Am nächsten Tag nahmen wir uns die Klos vor. Leider zeigte sich sehr schnell, warum es Klempner gibt und dass wir für diese Arbeit alle nicht taugen. Wir lernten, dass man Spülkästen auch vom Klo abschrauben muss, wenn man sie entfernen will, dass man den Hauptwasserhahn nicht andrehen sollte, wenn eine Leitung offen ist, und dass Fliesen auch mal kaputt gehen können, wenn man die Klobürstenhalterung von der Wand tritt. In dem entstandenen Loch war jede Menge Schimmel zu bestaunen. Jetzt haben wir ein altes Klo, dass irgendwo draußen auf dem Hof herum liegt, ein neues, dass noch nicht angeschlossen ist und sind mit unseren Pinkelaktivitäten ins kleine Bad umgezogen. Da steht ja auch noch ein Klo, zum Glück. Da stehen dann jetzt auch die Eimer zum Spülen, denn das defekte Eckventil wollte leider nicht auf uns hören und ließ sich nicht aus der Wand lösen, sodass der Spülkasten dort leider weiterhin unbenutzbar ist.

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Auf dem Dachboden hingen Heizungsrohre wahllos und undefiniert in der Luft herum, die stehen jetzt größtenteils sauber gefaltet in einem Raum.

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Währenddessen wurde die gefällte Lärche entastet und die Außenfassade von ihrem Bewuchs befreit. Dabei kam eine Hausnummer zum Vorschein. Sieht nett aus, die darf bleiben. Die Lärchenäste wurden kleingehäckselt und in der völlig vermatschten Einfahrt verteilt. Hoffentlich hilft das auch. Vorher jedenfalls war die Gefahr sich festzufahren dort ziemlich groß geworden.

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Unter dem Wildwuchs vor der Küchentür muss mal eine Terrasse gewesen sein, und vor der Haustür ein Kopfsteinpflasterweg. Wir haben mal angefangen, beides freizulegen.

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Abends musste wieder ein Feuer her, brennbare Abfälle der Zimmermannsarbeiten und sonstiges Holz gibt’s nach wie vor genug.

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Es tut sich was…

Andrea, Lisa, Oliver und ich waren auch dieses Wochenende fleißig.

Die völlig vermoderte Küchendecke ist nun ein Fall für’s Lagerfeuer, sie liegt nun in Einzelteilen draußen bereit.

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Auch die Verkleidung der Wand, die ziemlich scheiße aussah, ist Vergangenheit. Dahinter kam Mauerwerk zum Vorschein, dass definitiv besser aussieht als die gammligen Gipsplatten mit diversen verschiedenen Fliesen und Tapeten.

Man glaubt nicht, wieviel Spaß es machen kann, olle Gipsplatten kleinzuschlagen. So passen sie gleich viel besser in den Kofferraum zum Abtransport.

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Hinter der Wandverkleidung kam eine Zahnbürste und ein Stift zum Vorschein, dazwischen kroch eine Schnirkelschnecke herum. Letzte Woche hatte ich einen Molch im Flur gefunden, der dort herumirrte. Auf dem Dachboden hing ein nicht mehr genutztes Hornissennest. Dieses Haus ist ein Biotop.

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Draußen wurden weitere Blumenzwiebeln verbuddelt, im Frühjahr werden blaue und weiße Blausternchen blühen.

Ein Briefkasten ist jetzt auch vorhanden, wir können nun also auch Post bekommen an die neue Anschrift.

Weitere Walnüsse und Äpfel wurden geerntet.

Die Stromkabel, die auf dem Dachboden etliche Kubikmeter füllten, sind nun sauber aufgerollt und für eine Fahrt zum Schrottplatz bereitgelegt, ebenso einiger Metallschrott, darunter prähistorische Fernsehantennen vom Dach. Weiterer Müll wurde in Säcke verpackt und ist nun reif für die Entsorgung.

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Im Wohnzimmer sieht es schon fast wohnlich aus. Zum gemütlichen Übernachten reicht es bereits allemal.

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Auch die Handwerker waren die Woche über fleißig. Ein Teil des alten Reets ist runter, eine Plane deckt das Dach nun vorläufig ab.

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Ein erfolgreiches verlängertes Wochenende

Am Samstag brachten Sabine, Christina und Brigitte jede Menge Möbel, Deko-Sachen, Eimer und andere Dinge, die man auf einem Hof so brauchen kann. Sie sind extra mit einem Anhänger aus Hamburg gekommen und haben mir ein fast schon weihnachtliches Gefühl gebracht. So viele Geschenke und Überraschungen!

Christina hat dann gleich noch mit der Motorsäge ein paar Bäume gefällt, die zu dicht am Haus standen. Jetzt kommt richtig Licht ins Wohnzimmer und das Reetdach kann nach einem Regen auch schneller wieder abtrocknen.

Währenddessen hat Thomas die ganzen Äste und Zweige aus dem momentan trockengefallenen Feuerlöschteich geholt und auf lagerfeuertaugliche Größe gebracht und ich arbeitete mich mit dem Freischneider weiter durch die Brennnesseln.

Mit Andrea zusamen war ich dann noch im Baumarkt und besorgte mehrere Sägen, eine Axt und ein Beil.

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Von Sonntag auf Montag haben dann acht Personen auf dem Hof übernachtet: Lisa, Meryem, Lina, Jan, Andrea, Erik, Oliver und ich. Trotz ansonsten regnerischen Wetters blieb die Nacht am Lagerfeuer trocken, wir sahen die Sterne und aßen dabei Pizza vom Lieferservice. Später schrien die Käuzchen… es war schön, fast schon romantisch!

Und wir waren fleißig! Vor einigen Tagen hatten die Handwerker das alte Dämmmaterial aus dem Dachstuhl herausgeholt und ein Stockwerk tiefer befördert (durch einen der Räume ohne Decke). Wir haben das alles in Müllsäcke verpackt und zur Entsorgung bereitgestellt. Jede Arbeit, die ich den Handwerkern abnehmen kann, kostet auch weniger Geld, und das ist knapp. Draußen wurden derweil diverse Zwiebeln von Frühjahrsblühern in der Erde versenkt, ich bin gespannt, wo die Blütenpracht im Frühjahr dann zu sehen sein wird. Krokusse, Winterlinge, Traubenhyazinthen, Tulpen… Wir begannen, die eingeschlagenen Fenster notdürftig winterfest zu machen, in dem wir Holz davornagelten, die letzten Äste verschwanden aus dem Feuerlöschteich, Holz wurde aufgesägt, gehackt und als Feuerholz in der Scheune trocken gelagert. Äpfel und Walnüsse wurden geerntet. Zweige, die in die Wege hingen, wurden gekappt und ein paar Sträucher und Bäume zurückgeschnitten. Das Backhaus hat jetzt ein paar Glasscherben weniger, man kann das Wohnzimmer wieder betreten. In der Küche des Wohnhauses ist ein Teil der Wandverkleidung schon freiwillig von der Wand gefallen (war eh gammlig) und eine Klospülung haben wir jetzt auch: Man nehme einen Eimer, halte ihn unter den Wasserzähler, nehme einen anderen Eimer und halte ihn unter das gerissene Rohr, und dann drehe man den Hauptwasserhahn auf. Nun warte man, bis sich die Eimer gefüllt haben und stelle sie neben dem Klo bereit. Besser als gar nichts ist das allemal!

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