Am Samstag brachten Sabine, Christina und Brigitte jede Menge Möbel, Deko-Sachen, Eimer und andere Dinge, die man auf einem Hof so brauchen kann. Sie sind extra mit einem Anhänger aus Hamburg gekommen und haben mir ein fast schon weihnachtliches Gefühl gebracht. So viele Geschenke und Überraschungen!

Christina hat dann gleich noch mit der Motorsäge ein paar Bäume gefällt, die zu dicht am Haus standen. Jetzt kommt richtig Licht ins Wohnzimmer und das Reetdach kann nach einem Regen auch schneller wieder abtrocknen.

Währenddessen hat Thomas die ganzen Äste und Zweige aus dem momentan trockengefallenen Feuerlöschteich geholt und auf lagerfeuertaugliche Größe gebracht und ich arbeitete mich mit dem Freischneider weiter durch die Brennnesseln.

Mit Andrea zusamen war ich dann noch im Baumarkt und besorgte mehrere Sägen, eine Axt und ein Beil.

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Von Sonntag auf Montag haben dann acht Personen auf dem Hof übernachtet: Lisa, Meryem, Lina, Jan, Andrea, Erik, Oliver und ich. Trotz ansonsten regnerischen Wetters blieb die Nacht am Lagerfeuer trocken, wir sahen die Sterne und aßen dabei Pizza vom Lieferservice. Später schrien die Käuzchen… es war schön, fast schon romantisch!

Und wir waren fleißig! Vor einigen Tagen hatten die Handwerker das alte Dämmmaterial aus dem Dachstuhl herausgeholt und ein Stockwerk tiefer befördert (durch einen der Räume ohne Decke). Wir haben das alles in Müllsäcke verpackt und zur Entsorgung bereitgestellt. Jede Arbeit, die ich den Handwerkern abnehmen kann, kostet auch weniger Geld, und das ist knapp. Draußen wurden derweil diverse Zwiebeln von Frühjahrsblühern in der Erde versenkt, ich bin gespannt, wo die Blütenpracht im Frühjahr dann zu sehen sein wird. Krokusse, Winterlinge, Traubenhyazinthen, Tulpen… Wir begannen, die eingeschlagenen Fenster notdürftig winterfest zu machen, in dem wir Holz davornagelten, die letzten Äste verschwanden aus dem Feuerlöschteich, Holz wurde aufgesägt, gehackt und als Feuerholz in der Scheune trocken gelagert. Äpfel und Walnüsse wurden geerntet. Zweige, die in die Wege hingen, wurden gekappt und ein paar Sträucher und Bäume zurückgeschnitten. Das Backhaus hat jetzt ein paar Glasscherben weniger, man kann das Wohnzimmer wieder betreten. In der Küche des Wohnhauses ist ein Teil der Wandverkleidung schon freiwillig von der Wand gefallen (war eh gammlig) und eine Klospülung haben wir jetzt auch: Man nehme einen Eimer, halte ihn unter den Wasserzähler, nehme einen anderen Eimer und halte ihn unter das gerissene Rohr, und dann drehe man den Hauptwasserhahn auf. Nun warte man, bis sich die Eimer gefüllt haben und stelle sie neben dem Klo bereit. Besser als gar nichts ist das allemal!

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