Auch in der letzten Woche ist wieder viel passiert. Julian half mir und Andrea, die Wasserleitungen einigermaßen dicht zu kriegen. Wir begannen mit dem gerissenen T-Stück im Hauswirtschaftsraum. Auch den Wasserhahn dort konnte man nur mit einer Rohrzange und viel Gewalt einigermaßen schließen, der wurde also auch erneuert.

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Dann stellten wir das Wasser an und sahen nach, wo es noch alles undicht ist. Hätten wir geschaut, wo es dicht ist, wäre das schneller gegangen. In jedem Raum mit Wasserleitung gab’s mindestens ein Leck. Im kleinen Bad sprudelte es aus der Wand, dort wo wohl mal eine Warmwassertherme für die Dusche gehangen haben muss. Der Abfluss des Waschbeckens dort war ebenfalls undicht. Der Zulauf zum Klo funktionierte nicht, es kam kein Wasser im Spülkasten an. Dafür lief aus der kaputten Duscharmatur umso mehr aus. Im großen Bad war der Spülkasten des Klos undicht und verteilte sein Wasser auf dem Fußboden. Auch hier war der Abfluss des Waschbeckens undicht, aber dort kam das Wasser gar nicht an, denn auch der Zulauf spritzte munter in den Unterschrank, das Wasser versickerte dann darunter im Fundament. In der Küche verteilte sich ebenfalls das Wasser im Raum, es sprudelte hier aus dem ehemaligen Zulauf des nicht mehr existierenden Wasserhahns. Diese Aufzählung ist leider nicht komplett…

In der Scheune war ein ganzer Wasserhahn abgebrochen, das Rohr damit offen und der Scheunenboden entsprechend nass. Leider lassen sich die zahlreichen Außen-Wasserhähne nicht einzeln abstellen, sie hängen an dem einen Ventil mit dran, das das ganze Haus versorgt. Wie das bei Frost im Winter gut gehen soll, weiß ich nicht.

Als wir dann endlich vorläufig fertig waren und ich zurück nach Kiel wollte, streikte meine Karre. Wenn Dinge ungeplant laufen, dann meist gleich alle auf einmal. Anschieben half nicht, also musste der ADAC extra aus Eckernförde kommen… die 50 Minuten Wartezeit nutzten Andrea und ich zum Walnüsse ernten. Zum Glück war’s nur die Batterie. Ich brauch wohl eine neue.

Auch meine Handwerker waren fleißig, unter anderem gibt’s nun einen neuen Deckenbalken, der den vergammelten und holzwurmbefallenen Müll, der sich vorher Balken schimpfte, ersetzt.

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Auf dem Spitzboden sind ein paar Sicherungsmaßnahmen passiert, wie auch an anderen Stellen des Daches.

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Am Wochenende waren dann Lina, Nicole, Nils, Florian und Oliver da um mir zu helfen. Wir verbretterten die zerbrochenen Küchenfenster, und sofort merkte man deutlich, dass es weniger zog und uns wurde drinnen etwas wärmer.

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Der Müll, der noch von der Küchenwandverkleidungs- / Küchendecken-Abriss-Aktion vom letzten Wochenende übrig war, wurde in Müllsäcke verpackt und zur Entsorgung bereitgestellt. Dann war die Zeit für Pizza und Dönerteller am Lagerfeuer gekommen. Holz liegt schließlich nach wie vor genug herum.

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Am nächsten Tag nahmen wir uns die Klos vor. Leider zeigte sich sehr schnell, warum es Klempner gibt und dass wir für diese Arbeit alle nicht taugen. Wir lernten, dass man Spülkästen auch vom Klo abschrauben muss, wenn man sie entfernen will, dass man den Hauptwasserhahn nicht andrehen sollte, wenn eine Leitung offen ist, und dass Fliesen auch mal kaputt gehen können, wenn man die Klobürstenhalterung von der Wand tritt. In dem entstandenen Loch war jede Menge Schimmel zu bestaunen. Jetzt haben wir ein altes Klo, dass irgendwo draußen auf dem Hof herum liegt, ein neues, dass noch nicht angeschlossen ist und sind mit unseren Pinkelaktivitäten ins kleine Bad umgezogen. Da steht ja auch noch ein Klo, zum Glück. Da stehen dann jetzt auch die Eimer zum Spülen, denn das defekte Eckventil wollte leider nicht auf uns hören und ließ sich nicht aus der Wand lösen, sodass der Spülkasten dort leider weiterhin unbenutzbar ist.

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Auf dem Dachboden hingen Heizungsrohre wahllos und undefiniert in der Luft herum, die stehen jetzt größtenteils sauber gefaltet in einem Raum.

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Währenddessen wurde die gefällte Lärche entastet und die Außenfassade von ihrem Bewuchs befreit. Dabei kam eine Hausnummer zum Vorschein. Sieht nett aus, die darf bleiben. Die Lärchenäste wurden kleingehäckselt und in der völlig vermatschten Einfahrt verteilt. Hoffentlich hilft das auch. Vorher jedenfalls war die Gefahr sich festzufahren dort ziemlich groß geworden.

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Unter dem Wildwuchs vor der Küchentür muss mal eine Terrasse gewesen sein, und vor der Haustür ein Kopfsteinpflasterweg. Wir haben mal angefangen, beides freizulegen.

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Abends musste wieder ein Feuer her, brennbare Abfälle der Zimmermannsarbeiten und sonstiges Holz gibt’s nach wie vor genug.

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