Die thoeretische Zwischenprüfung und der Pflanzentest liegen hinter mir, nur die praktische kommt noch, Anfang Dezember. Zeit, sich wieder mehr mit dem Hof zu beschäftigen!

Eine Menge ist passiert während der letzten Woche. Das Dach über der Küche und dem Ostteil des Wohnzimmers hat jetzt eine komplett neue Lattung bekommen, nun kann ein Maurer auf’s Dach und den Schornsteinkopf neu machen. Wann genau das passieren wird, weiß ich noch nicht. Nächste Woche wird dann wahrscheinlich mein neuer Kamin für’s Wohnzimmer geliefert.

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Andrea und ich haben endlich auch den letzten Rest Gipswand-Müll aus der Küche entsorgt, der Raum sieht nun wieder richtig groß und ordentlich aus, obwohl darin auch noch jede Menge Reet herumliegt.

Am Samstag waren Andrea und ich wieder gut dabei. Unterstützung bekamen wir diesmal von Sabine, Christina, Brigitte und Sebastian, die extra aus Hamburg kamen und auch wieder viele brauchbare Dinge für den neuen Haushalt mitbrachten. Außerdem war Matthias dabei, den Andrea und ich über unsere Kieler Kleingärten kennengelernt hatten. Anfangs war es neblig, mittags kam dann aber die Sonne raus und es wurde ein richtig schöner Tag.

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Da ein neuer Kamin kommt, musste der alte weichen. Mit Muskeln und Gewalt ließ er sich von der Wand abziehen und wurde von uns in Einzelteile zerlegt, da er viel zu schwer war um ihn am Stück zu tragen. Das entstandene Loch hat uns gemeinsam mit der Räucherklappe eine Menge über die Vergangenheit des Kamins erzählt. Ganz original war der wohl nicht, früher muss da ein Kachelofen eingebaut gewesen sein, oder ähnliches. Damit’s nicht so kalt durch den Schornstein reinziehen kann, haben wir erstmal ein paar Müllsäcke in das Loch gestopft. Vorher wurde es gründlich gereinigt.

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Aus meinem Kleingarten hatte ich eine Vogel-Nisthilfe mitgebracht. Es ist eine Halbhöhle für beispielsweise Rotkehlchen. Sie hängt nun in der Weide rechts vom Eingangstor. Für Rotkehlchen vielleicht nicht ganz ideal, aber es gibt ja noch mehr Vogelarten in Köhnholz. Im Frühjahr wird sich zeigen, ob sie genutzt wird.

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Und dann waren da noch die Weiden, die in den Feuerlöschteich ragten. Gekappt waren die schon, aber umfallen wollten sie noch nicht, sie hingen in anderen Bäumen fest. Christina und Sebastian tobten sich mit der Kettensäge aus, und schon sieht der Teich zwar immer noch trocken, aber gleich viel gepflegter aus. Das Holz wartet nun darauf, zu Brennholz für den neuen Kamin verarbeitet zu werden.

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Andrea baute unserem Klo einen Sitz und einen Deckel an, und dann wollten wir eigentlich Feierabend machen. Leider gab’s dann Probleme mit einem der Autos (tatsächlich mal nicht mit meinem!) und wir mussten auf den ADAC warten. Der kam nun also schon zum zweiten Mal nach Köhnholz. Irgendwann kennen die den Weg. Die Wartezeit nutzten wir für eine ausgiebige Mahlzeit. Ich hatte heute morgen einfach vergessen etwas zu futtern und merkte allmählich, wie hungrig ich war. Während der ADAC-Mitarbeiter sich das Auto ansah, schleppten wir dann noch die Dachlatten, die immer noch in der Einfahrt lagerten, dorthin wo sie gebraucht wurden. Endlich sind alle Latten dort, wo sie hingehören.

Und dann war’s auch schon zu dunkel um noch etwas zu tun. Mit mehreren Kisten und Taschen voll frisch geernteter Äpfel im Kofferraum ging’s zurück nach Kiel. Ich glaube, ich weiß wer den morgigen Sonntag zum Apfelmus-Einkochen nutzen wird. 😉

Ein Tag, der seine Macken hatte, insgesamt aber echt brauchbar war, geht hiermit zu Ende.