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Von besoffenen Schubkarren und epischen Schlangenkämpfen

Am Mittwoch bin ich früh morgens mit Andrea zusammen mit einem gemieteten Transporter nach Niedersachsen zu Anke und Roland gefahren. Die beiden haben sich eine neue Küche gekauft und schenkten mir freundlicherweise ihre alte, die vom Stil her schön zu meinem Haus passt.

Die A7 wie auch die A1 erwiesen sich erwartungsgemäß als Arschlöcher, ganz bewusst habe ich einen Mittwoch und keinen Freitag für diese Fahrt ausgesucht. Die ganz dicken Staus verschonten uns daher zum Glück. Baustellen gab’s trotzdem. Dafür fuhren ganze Schiffe vor uns her, das hat man ja auch nicht alle Tage.

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Die Küche war praktischerweise schon abgebaut und musste „nur“ noch verladen werden. Da Liverollenspieler meistens auch Meister im Tetris spielen sind, war das für uns zum Glück kein Problem. Es passte sogar noch etwas potenzielles Brennholz hinein.

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Da wir auf dem Rückweg dann eh noch einmal durch Hamburg mussten, konnten wir auch noch bei Familie Krupke vorbeischauen, die noch einige Dinge für uns hatte, von denen die meisten noch im Transporter Platz fanden.

Und dann ging’s auf den Hof. Das Wenden hat ja noch funktioniert, dann jedoch fanden die Räder die Matschlöcher. Könnte daran liegen, dass die ganze Einfahrt aus Matsch bestand, Regen hatten wir in den letzten Tagen genug. (Der Feuerlöschteich ist dagegen immer noch trocken. Und definitiv trockener als der Weg.) Der schöne Plan, mit der Heckklappe direkt an die Haustür heranzufahren, war damit nichtig und wir schleppten all die Möbel und anderen Dinge durch den Schlamm ins Haus. Uff… so viel, hatte das wirklich alles da reingepasst?

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Auch im leeren Zustand ließ sich der Transporter nicht mehr bewegen, da mussten Spaten her und wir buddelten ihn aus. Nun musste er noch vollgetankt und zurückgegeben werden. An der Tankstelle fiel dann auf, wie dreckig er geworden war. Da ich meine Kaution gerne zurückbekommen wollte, hab ich ihn also noch so gut es ging gereinigt. Es wurde ein langer Tag…

Am Donnerstag wurde dann mein neuer Kamin geliefert. Meine Mutter war so nett ihn in Empfang zu nehmen, da ich ja arbeiten musste. Noch mehr Urlaubstage waren nicht mehr übrig. Da stand sie dann am Tor zu meinem Hof mit einem etwa 300 kg schweren Kamin, den sie alleine natürlich nicht ins Wohnzimmer bewegen konnte. Zum Glück waren die Zimmermänner auch gerade da und halfen. Kurios, aber auch etwas nervig war, dass die Firma zwar ein „Starterset“ Feuerholz, nicht aber das benötigte Rauchrohr für den Anschluss an den Schornstein mitgeliefert hatte.

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Den Freitag verbrachte ich nach Feierabend auf dem Hof und schaufelte mit Andrea und meiner Mutter zusammen Schlamm aus der Einfahrt in unsere beiden Schubkarren. Er wird der Grundstock für den Knickwall an der Westgrenze und wurde direkt von uns dorthin befördert. Es wäre zu schön, wenn diese Einfahrt bald wieder mehr ist als ein Loch, in dem man stecken bleibt. Wir arbeiteten bis in die Dunkelheit, bis wir nichts mehr sehen konnten. Die eine, ältere Schubkarre eierte immer ziemlich, weil das Rad locker ist. Vielleicht ist sie aber auch einfach besoffen gewesen. Vor lauter Müdigkeit und Erschöpfung begann ich jedenfalls mitzueiern, und das ganz ohne Alkohol.

Am Samstag Abend organisierte ich mit Andreas zusammen zwei leere, alte Ölfässer, die in Zukunft als Brenntonnen dienen sollen. Vor einigen Wochen hatte ich mich noch über das klemmende Schloss meines Kofferraums geärgert und deshalb die Innenverkleidung des Kofferraums entfernt. Nun kann man das Schloss manuell lösen, damit es beim Schließen des Kofferraums auch wieder einrastet und die Karre abgeschlossen ist. Jetzt erwies sich die fehlende Kofferraumverkleidung als Vorteil, denn auf den Millimeter genau passten beide Tonnen hinein.

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Sonntag früh half mir Matthias, sie in die Scheune zu schaffen. dann schaute ich mir meine Baustelle bei Tageslicht an. Im Laufe der vergangenen Woche hatte sich wieder viel getan. Die Sonne ging gerade auf, und der Himmel versprach einen schönen Tag.

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Andrea schloss sich mit ihrem Auto an, und zu dritt fuhren wir mit zwei Autos nach Schleswig um dort von Carmen und Michael weitere Küchenmöbel abzuholen. Leider war es mir nicht gelungen für den Tag einen weiteren Transporter zu bekommen, darum mussten die PKWs ran. Wir haben dann auch fast alles mitbekommen.

Wir waren gerade zurück auf dem Hof und begannen abzuladen, da begann es zu regnen. Der Tag hatte leider sein Versprechen nicht halten können. Immerhin kam nun auch noch Oliver dazu um zu helfen. Es packen also nicht nur Liverollenspieler und Verwandte mit an, sondern auch ein Teil meiner Hobby-Fußballmannschaft, wofür ich sehr dankbar bin.

Möglichst bald soll der neue Kamin angeschlossen werden, dafür benötigen wir noch einen Anschluss an den Schornstein. Dafür musste die Wand aufgestemmt werden, womit Oliver gleich begann. Andrea führte die Arbeit dann zu Ende. Dabei tauchte noch ein weiteres, eingemauertes Rohr auf… Überraschung!

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Auf dem Spitzboden wie auch auf dem Dachboden darunter lag noch jede Menge altes Reet und sonstiger Müll herum, den fegten Oliver, Matthias und ich einfach durch die fehlenden Decken in die Küche wie auch die beiden Räume auf der Nordwestseite.

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Über der Küche hingen noch sehr viele Kabel wirr herum, statt Stromkreisen fanden sich hier Strom-T-Kreuzungen. Den Verteilerkästen sah man Schmurgeleien an, teilweise war das Plastik geschmolzen und der ganze Salat war insgesamt in keinem guten Zustand. Also weg damit. Der UnSicherungskasten verschwand vom Dachboden (warum baut man sowas unter’s Reetdach und nicht an einen zugänglichen Ort?) und es wurden epische Kämpfe gegen Weißkabelschlangen ausgefochten.

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Manchmal brachen wir auf dem Dachboden auch einfach im Boden ein. Gut, wenn man weiß, wo die tragenden Balken unter dem ehemaligen Fußboden sind.

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Und dann waren wir fertig. Nicht nur körperlich fix und fertig… nein, die Küche sieht schon fast ordentlich aus. Der ganze Müll ist getrennt und verpackt, die Kabel sauber aufgerollt. Hier nun als Abschluss die Nachher-Bilder von der Küche und ihrer Decke.

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Einige Tage später brachte Sven, der mit seinem LKW „eh grad in der Nähe“ war, die Reste der Küche mit, die wir nicht mehr in die Autos bekommen hatten, sowie weitere Möbel, die wir von Jan K. bekamen. Leider passte der LKW nicht durch unser Tor. Also wurde wieder geschleppt. Und auch dieses Fahrzeug hätte sich beinahe noch festgefahren. Aber es muss ja nicht alles schiefgehen! (Das Foto ist bearbeitet. In Wirklichkeit war es dunkler.)

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