Am 19. Januar 2017 haben Andrea und ich weitere Teile der „Wand vor der Wand“ eingerissen. Die Mäuse müssen über den Fenstern wahre Partys gefeiert haben. Mit Erdnüssen, Walnüssen, Ferrero-Sammelbildchen, Dämmwolle und Wackelbildern. Vielleicht auch mit ihren eigenen Knochen, denn die lagen da auch rum. Sie tauchten in dem Moment auf, als wir alberten, wir würden da vielleicht noch eine Ex-Frau des vorherigen Besitzers finden. Oder den Liebhaber seiner Frau… oder wen auch immer. Man kommt auf die seltsamsten Ideen, wenn man den Vorschlaghammer schwingt.

   

Der 20. Januar 2017 war dann der erste Tag in diesem Jahr, an dem ich ganz bewusst nicht zur Baustelle gefahren bin. Ich wollte mal einen Nachmittag für mich haben. Leider lauerte zu Hause jede Menge Papierkram, Rechnungen, Planungen, Kostenvoranschläge, etc., dass die geplante Entspannung nicht zustande kam. Aber was soll’s, muss ja auch gemacht werden.

Am 21. Januar 2017 hat dann Mareike kraftig mit angepackt. Weitere Stücke der Wand mussten weichen, der Kleinkram verschwand in Müllsäcken, die großen Brocken stapelten wir in der Raummitte. Und dann gelang es endlich, die erste Heizung abzubauen. Mit Gewalt, viel Gewalt und ein bisschen Improvisation, aber am Ende zählte das Ergebnis. Und die Rohre sollten eh zum Schrott. Zu mehr taugen sie spätestens jetzt auch nicht mehr. Die Heizkörper selbst konnten wir retten.

   

Später stieß auch Andrea wieder dazu. Wir lösten alle Heizkörper von der Wand und schafften sie in die Küche. Sie sollen abgedrückt werden, d.h. es soll getestet werden, ob sie noch dicht sind und wieder eingebaut werden können.

Zum Schluss nahmen wir uns das kleine Zimmer neben dem Wohnzimmer vor. Dort waren unter einer Schicht aus Rigips Styropor-Platten an die Wand geschraubt. Beides musste weichen und wurde fein säuberlich getrennt.  Ja, Mülltrennung ist wichtig! 😉 Das hier ist die Baustelle einer Biologin.

   

Am 22. Januar 2017 half dann Matthias mit, die dicken Steinbrocken in die Scheune zu schaffen. Nun liegen sie nicht mehr im Wohnzimmer im Weg herum und meine Handwerker können ungestört übernehmen. Auch den kleinen Raum daneben räumten wir auf.

Dann gingen wir nach draußen. Es war zwar bewölkt, regnete aber nicht und war fast windstill. Außerdem hatten wir seit ein paar Tagen wieder Plusgrade und der Boden war nicht mehr gefroren. Zeit, die Blumenzwiebeln und -knollen unter die Erde zu bringen, die meine Oma mir freundlicherweise bei meinem letzten Besuch bei ihr im Emsland gekauft hatte. Als wir fertig waren, war es dunkel geworden, wir konnten kaum noch etwas sehen. Aber die Vorfreude auf den Frühling ist jetzt besonders groß! Hoffentlich überleben die Pflänzchen den festen, lehmigen Boden und schaffen es, zu blühen.