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Träume nicht dein Leben sondern lebe deinen Traum

Monat: Mai 2017

Ruhe in Frieden, alter Apfelbaum

Ruhe in Frieden, alter Apfelbaum.

Du trugst die leckersten Äpfel meines Hofes. Und sie schmeckten nicht nur gut, sie waren auch sehr lange lagerfähig.

Ich werde dich schrecklich vermissen, du alte, unbekannte Sorte.
Du hast mir geschmacklich den Winter versüßt.
Nun hoffe ich, dass die Edelreiser, die du mir im Februar zum Veredeln zur Verfügung gestellt hast, zu starken Bäumchen heranwachsen werden und du auf diese Weise weiterlebst.

Mach’s gut, alter Kumpel.

   

Er war alt, teilweise hohl. Dann wurde er im Winter von einem Baumateriallieferanten mit dem Kranwagen gerammt. Dadurch bekam er einen langen, tiefen Riss in den Stamm. Und am 3. Mai war es sehr windig, da ist er längs dieses Risses gebrochen und dann gefallen.
Und ich könnte heulen! Ich habe hier viele Apfelbäume, aber ER war der beste. Die beste Ernte, die leckersten Äpfel, die meisten Äpfel, die haltbarsten Äpfel…

Erfolge!

Manchmal muss man einfach ein bisschen feiern!

Der 27. April 2017. Ein seltsamer Tag. Fing gar nicht so gut an.
Andrea und ich saßen fast eine Stunde bei der Polizei in Gettorf und meldeten den Diebstahl unseres Werkzeugkoffers und des Generators. Das dauerte wesentlich länger als wir befürchtet hatten. Dadurch schaffte ich es nicht zum Handballtraining. Und ich hatte mich nichtmal abgemeldet!
Dafür wollten wir dann noch eine Kiste zum Hof bringen, die noch im Auto war, und mal schauen, was die Handwerker da heute so geschafft hatten.
Und siehe da: Es gibt Lichtschalter. Und sie funktionieren! WIR HABEN STROM !!!
Was haben wir da gefeiert, gesungen, getanzt… eine Hürde weniger auf dem Weg zum Umzug, es geht voran.
Strom aus echten Steckdosen. Und Licht. Andrea und ich liefen durch alle Räume und probierten jeden einzelnen Lichtschalter aus. Ein tolles Gefühl.

Auf dem Rückweg stand ich dann an der Kreuzung B76 / Eckernförder Straße wie immer an der Ampel. Und weil die nächste (Eckernförder Str. / Gutenbergstr.) sowieso rot wird, das wird sie immer, hab ich gar nicht erst groß beschleunigt. Außerdem war da hinter mir dieser Drängler, der mich schon länger nervte… Wie gesagt, es ist nicht möglich noch bei grün über die nächste Ampel zu kommen ohne zu schnell zu fahren. Auch nicht, wenn man schnell beschleunigt und am Limit fährt. Die Ampel wurde gelb, der Spinner hinter mir beschleunigte, überholte, düste mit Affenzahn an mir vorbei… und dann voll rein in den fest installierten Blitzer, mit überhöhter Geschwindigkeit und bei Rot. Ich sah das rote Licht und genoss es. An der nächsten Ampel stand er dann wieder vor mir. Hat ihm also echt viel gebracht.

   

Am 5.5. folgte dann das Dach.

   

Und dann gibt es noch das ein oder andere Kuriosum. Da wären diese lustigen Käfer. Sie ließen sich durch nichts aus der Ruhe bringen, auch nicht durch einen dritten Käfer, der auch noch mitspielen wollte.

… und dann war da noch das Quietscheentchen in der Abwassergrube. Am 25.4. wollte ich abpumpen, ein letztes Mal mit Kabeltrommel. Mittlerweile funktioniert auch hier die Stromversorgung und es besteht nicht mehr die Gefahr, dass die Grube überläuft, wenn eine Taverne voll LARPern zu viel Bier trinkt.

Die Reaktionen auf das Quietscheentchen bei Facebook waren teilweise sehr erheiternd.
So fangen Horror Filme an (zwar keine guten, aber immerhin 😉 )!!!
– Ganz klar Wasserstandsanzeiger.
– Badetag!

Molche retten!

Strom / Wege ins Dachgeschoss / Das größte Entennest der Welt

Neben der Küche gibt es einen Raum, der vermutlich mal die Vorratskammer war. Dort sollten nun die Heizöltanks und der Sicherungskasten für die Stromversorgung hinkommen. Und die Decke dieses Raumes sollte gedämmt werden.  Dafür musste ersteinmal jede Menge Müll verschwinden, der darauf lag. Praktischerweise gab es da dieses Loch in der Zimmerdecke, lediglich abgedeckt durch drei Styroporplatten. Diese legte ich auf den Fußboden des Raumes und fegte den ganzen Mist dann einfach hinunter. Dann ab in Müllsäcke… und schon sieht alles ganz anders aus.

    

Nun ist der Stromkasten drin und der Elektriker hat sich ordentlich ausgetobt.

Zahlreiche neue Leitungen wurden gezogen. Lichtschalter und Steckdosen wurden angebracht. Außensteckdosen für die kommenden Liverollenspiele und eventuelle Schlachtfeldbeleuchtung wurden ebenfalls nicht vergessen.

Und noch etwas ist neu: Der Treppenaufgang in mein Zimmer wurde erweitert. Bisher hab ich da beim Heruntergehen immer den Kopf einziehen müssen. Nun wurde nach oben angebaut.

   

Während die Handwerker fleißig die Zimmerdecken dämmten, war die Vogelwelt rund ums Haus auch nicht untätig und unter dem neuen Reet entstand ein Nest.

   

Vor den Südfenstern, auf einem großen Haufen altem Reet, nistet eine Stockente. Nein, sie thront da. Im größten Nest, das je eine Stockente besessen hat. Von meinem Zimmerfenster aus lässt sie sich schön beobachten. Ich wünsche ihr viel Erfolg!

   

Unterwegs 9

Vom 21. bis 23. April fand dann die nächste kleinere Tavernencon statt. Anders als beim letzten Mal spielte sogar das Wetter einigermaßen mit!

Es wurde viel Zeit außerhalb der Taverne verbracht, am Lagerfeuer gesessen, altes Reet in der Feuertonne vernichtet und auf offenem Feuer gekocht.

Auch ein Waffentraining kam nicht zu kurz.

   

   

 

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