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Träume nicht dein Leben sondern lebe deinen Traum

Monat: Juli 2017

Wind und Wetter, Scheunentore und Sanddorn

Falls jemand den Sommer sucht… Hier ist er nicht. Aber ein Freibad könnten wir aufmachen! Dies sind Bilder von Ende Juni:

   

   

   

Leider hat der ganze Regen die Scheune so unterspült, dass mir letztes Wochenende das Tor entgegenfiel. Es war nach unten abgesackt und somit aus seiner oberen Halterung gerutscht.

Über einem der zugenagelten Fenster auf der Ostseite hat ein Vogel sein Nest gebaut. Er nahm dazu alles, was er im Reetberg finden konnte. Reet und Plastikschnipsel. Als ob es da nicht noch kubikmeterweise natürliche Ressourcen gäbe.

   

Dann hab ich heute nochmal nach meinem Sanddorn geschaut. Ich hatte zwei Pflanzen im Kleingarten stehen. Leider trugen die nie Früchte. Nun hat mir letztens ein Kollege von der Arbeit noch drei weitere mitgegeben. Ich pflanzte sie im Wechsel, eine weibliche Pflanze, eine männliche, eine weibliche, eine männliche und noch eine weibliche. Die fünf Sträucher markieren das Ende des neuen Knicks, wo er in das Wäldchen übergeht. Und sehr zu meiner Freude scheint es dieses Jahr etwas zu werden mit der Ernte.

   

Leider war kein scharfes Foto zu bekommen. Ein Sturm zog auf, von Ferne hörte ich es donnern… da hielten die Zweige einfach nicht still. Also noch schnell ein Wetter-Foto, ich mag sowas ja, und ab zurück in die Bude.

… und nun sitze ich hier in meinem Zimmer und schreibe, während draußen die Welt untergeht. Es gibt Schlimmeres. Solange nur meine Scheune stehen bleibt! Immerhin funktioniert heute das Internet. Langsam, aber immerhin! Die letzten zwei Wochen bin ich kaum reingekommen.

Der Parkplatz

Ende Juni hab ich mir mit dem Freischneider die Parkplatzfläche vorgenommen. Sie ist jetzt doppelt so groß.

   

   

Im Boden scheint hier noch einiges verborgen zu sein. Vielleicht stand hier mal etwas Gemauertes? Ein Schuppen oder ein Carport? Steine und Bodenanker gibt’s jedenfalls genug. Wenn ich mal zuviel Zeit hab, buddel ich da mal.

   

Pfadis, Ziegen und Meeris

Am 2. Juni geschahen zwei Dinge gleichzeitig: Eine größere Ansammlung von Pfadfindern machte sich auf dem Gelände breit und Andrea brachte zwei Ziegen aus dem Tierpark mit. In den Tagen zuvor hatte sie den alten Stall wieder flott gemacht und ein Gehege gebaut und nun war es soweit, dass „Ziege“ (ja, sie hört darauf!) und „Juni“ einziehen konnten. Die beiden sind ein sehr harmonisches Mutter-Tochter-Gespann und ziemlich frech. „Ziege“ musste aus dem Tierpark ausziehen, da sie ständig aus dem Streichelzoo ausbrach und im Tierpark spazierenging. Sie hielt die Tierpfleger somit ständig von ihrer Arbeit ab und nervte auf Dauer.

   

Die Pfadfinder blieben über Pfingsten und hinterließen dem Gelände eine Brücke über den Graben, den Beginn eines neuen Baumhauses und ein Insektenhotel. Die Ziegen durften sich über eine selbstgebaute Bank in ihrem Gehege freuen. Für alle Baumaßnahmen wurde Holz verwendet, das auf der Baustelle übrig geblieben war, sodass keine großen Kosten entstanden.

   

Am 17. Juni dann die Überraschung: Juni brachte ein kleines Böckchen zur Welt. Dass sie tragend war, wussten wir, aber wir hätten nicht gedacht, dass es schon so bald soweit sein würde.

   

Kurze Zeit nach der Geburt stand der Kleine, und am nächsten Tag war von wackeligen Beinchen schon nichts mehr zu erahnen. Er folgte den Großen als hätte er schon wochenlang nichts anderes getan. Wir gaben ihm den Namen „Beberu“, das ist Kisuaheli und bedeutet „Ziegenbock“. Eines Tages wird er ein großer, starker Bock sein.

   

Ziege, die Ausbrecherkönigin, lässt natürlich keine Gelegenheit aus, auszubüchsen. Oder ins Haus zu spazieren. Es könnte da ja etwas Spannendes geben.

Auch meine Meerschweinchen sind sehr zufrieden mit dem Umzug. Jetzt gibt’s viel öfter frisches Gras, Haselzweige und andere Leckerlis, die früher nur selten auf dem Speiseplan standen. Im Uhrzeigersinn von oben: Hanra, Findus, Nessie und Zawadi. Tuffi und Ellie wollten nicht auf’s Foto.

So sehen glückliche Schweinchen aus:

Endlich: Umzüge!

Mein Bruder, seine Frau und meine beiden Neffen waren so aufmerksam geich an mich zu denken, als sie bei ebay-Kleinanzeigen einen Kronleuchter aus Geweihen fanden. Und dann waren sie auch noch so nett, ihn zu bringen und gleich anzuschließen. Unsere Diele strahlt!

Am 14. Mai stand dann Andreas Umzug an. Wenn man sich die Fotos ansieht, könnte man meinen, wir hätten nur gefaulenzt. Dennoch waren wir fleißig und arbeiteten zügig. Nach diversen Fahrten mit meinem kleinen Anhänger war’s geschafft.

   

… und die Aussicht bei diesen Fahrten war großartig! Gut, dass es auf diesen kleinen Feldwegen niemanden stört, wenn man mal eben anhält um ein Foto zu machen. Da ist eh niemand.

   

Auch mein eigenes Zimmer macht Fortschritte. Der Trepenaufgang ist nun verkleidet.

   

Im Zimmer haben wir Laminat verlegt, darunter eine Schicht Trittschalldämmung. Und weil Mathe ein Arschloch ist, musste zum Schluss noch etwas gestückelt werden. Mit Puzzlen hat’s dann auch gereicht. Laminat war genug da.

   

Am 21. Mai stand dann mein eigener Umzug an. Leider verschwand bei dieser Gelegenheit meine Kameratasche mit meiner Spiegelreflex und sämtlichem Zubehör. Sie ist bis heute nicht aufgetaucht und ich fürchte, einer meiner Helfer hat sie an die Straße gestellt und ein Passant hat sich gefreut. Und das ärgert mich wahnsinnig.

Zum Glück gibt’s noch die kleine, olle Kamera im Hosentaschenformat, die ich auch bei der Arbeit gerne mal dabei hab. Die macht keine perfekten Bilder, aber immerhin kann ich so noch einfangen, was sich mir nun morgens auf dem Weg zur Arbeit an Aussichten bietet. Wenn man sowas sieht, dann ist das frühe Aufstehen gar nicht mehr schlimm.

   

Das Kiesbeet

Im Mai wurde dann das Kiesbeet neu angelegt. Es war so sehr verunkrautet, dass es einfacher war, die oberste Erdschicht abzutragen und neu aufzuschütten.

   

Tatkräftige Hilfe bekam ich von Mareike und der Firma N.A.T. aus Eckernförde. Wir schnitten die Schlehe zurück, die kuscheln kommen wollte, trugen die Rohre beiseite und begannen zu buddeln.

   

Gemeinsam schafften wir Schubkarre für Schubkarre mit altem Substrat auf den zukünftigen Knickwall an der Westseite des Grundstücks. Dabei bemühten wir uns, so viele Schilfpflänzchen zu retten wie möglich. Außerdem versteckten sich noch Lilien in all dem Unkraut. Auch diese legten wir beiseite um sie später wieder einzusetzen.

Wenige Tage später ließ ich mir dann drei Ladungen Kies kommen. Wir verteilten ihn gleichmäßig auf der Fläche und pflanzten die alten sowie zahlreiche neue Schilfpflänzchen. Die alten Rohre ließen sich noch verwenden.

   

Mitterweile ist alles gut angewachsen und meine biologische Kläranlage funktioniert endlich so, wie sie soll.

Große Schritte in Richtung Bewohnbarkeit

Das erste Beet auf dem eigenen Gelände. Die Erdbeeren und Stachelbeersträucher stammen aus meinem ehemaligen Kleingarten. Wenn man dort gebuddelt hat, fand man immer irgendetwas was nicht unter die Erde gehört.  Hier auch. Im Angebot ist derzeit ein rostiges, altes Stallfenster, diverse Glasscherben, Reste alter Dachziegel und undefinierbare Metallteile.

   

Aber so langsam wird’s. Für den Kompost gibt’s jetzt Kompost-Kisten.

Und auch drinnen hat sich viel getan. Die Heizanlage läuft. Es gibt nun endlich Warmwasser zum Waschen und Duschen.

Bei anderen Leitungen besteht noch Handlungsbedarf. So wird die Ostwand neben der Küchentür immer nasser. Der Wasserhahn dort tut zwar ziemlich unschuldig, aber mir kann keiner erzählen, dass der nicht etwas damit zu tun hat.

Auch im Wohnzimmer tat sich was. Die Wände sind verkleidet, die neuen Fenster drin.

   

Draußen wurden Löcher in Wand und Dach gestopft.

Auf dem Dachboden kann man die neue Dämmung bestaunen.

   

Und in meinem Zimmer geht’s auch voran.

   

   

Am 6. Mai tobten sich dann einige LARPer mit ihren Endzeitwaffen aus. Sie funktionierten auch eine alte Egge, die im Gebüsch gelegen hatte, zum Grillrost und zur Kochhilfe um. Wozu so eine Feuertonne und ein bisschen Schrott noch gut sind!

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