Am 2. Juni geschahen zwei Dinge gleichzeitig: Eine größere Ansammlung von Pfadfindern machte sich auf dem Gelände breit und Andrea brachte zwei Ziegen aus dem Tierpark mit. In den Tagen zuvor hatte sie den alten Stall wieder flott gemacht und ein Gehege gebaut und nun war es soweit, dass „Ziege“ (ja, sie hört darauf!) und „Juni“ einziehen konnten. Die beiden sind ein sehr harmonisches Mutter-Tochter-Gespann und ziemlich frech. „Ziege“ musste aus dem Tierpark ausziehen, da sie ständig aus dem Streichelzoo ausbrach und im Tierpark spazierenging. Sie hielt die Tierpfleger somit ständig von ihrer Arbeit ab und nervte auf Dauer.

   

Die Pfadfinder blieben über Pfingsten und hinterließen dem Gelände eine Brücke über den Graben, den Beginn eines neuen Baumhauses und ein Insektenhotel. Die Ziegen durften sich über eine selbstgebaute Bank in ihrem Gehege freuen. Für alle Baumaßnahmen wurde Holz verwendet, das auf der Baustelle übrig geblieben war, sodass keine großen Kosten entstanden.

   

Am 17. Juni dann die Überraschung: Juni brachte ein kleines Böckchen zur Welt. Dass sie tragend war, wussten wir, aber wir hätten nicht gedacht, dass es schon so bald soweit sein würde.

   

Kurze Zeit nach der Geburt stand der Kleine, und am nächsten Tag war von wackeligen Beinchen schon nichts mehr zu erahnen. Er folgte den Großen als hätte er schon wochenlang nichts anderes getan. Wir gaben ihm den Namen „Beberu“, das ist Kisuaheli und bedeutet „Ziegenbock“. Eines Tages wird er ein großer, starker Bock sein.

   

Ziege, die Ausbrecherkönigin, lässt natürlich keine Gelegenheit aus, auszubüchsen. Oder ins Haus zu spazieren. Es könnte da ja etwas Spannendes geben.

Auch meine Meerschweinchen sind sehr zufrieden mit dem Umzug. Jetzt gibt’s viel öfter frisches Gras, Haselzweige und andere Leckerlis, die früher nur selten auf dem Speiseplan standen. Im Uhrzeigersinn von oben: Hanra, Findus, Nessie und Zawadi. Tuffi und Ellie wollten nicht auf’s Foto.

So sehen glückliche Schweinchen aus: