Im September hatte es viel geregnet. Letztes Jahr um diese Zeit war der Löschteich leer und blieb es den Winter über auch. In diesem Herbst allerdings füllte er sich innerhalb weniger Tage wieder ganz auf und auch all die Gräben führten Wasser.

   

Im Oktober wusste das Wasser dann offensichtlich gar keinen anderen Weg als sich über’s Grundstück zu verteilen. Immerhin der Ziegenstall blieb trocken.

   

   

Von der Brücke, die die Pfadfinder im Mai gebaut hatten, schauten nur noch die Pfeiler aus dem Wasser.

   

   

Den Weiden allerdings gefällt’s. Ich sollte mir einen Minibagger zu Weihnachten wünschen und die Gräben wieder vertiefen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die immer schon so flach waren. Oder einen Bagger leihen… oder ’nen Spaten nehmen. Hauptsache ist, dass hier nicht alles absäuft. Ein paar Ecken dürfen aber gerne nass bleiben. Feuchtwiesen sterben ja heutzutage auch langsam aus, was schlecht für die Artenvielfalt ist. Und wenn ich mir anschaue, was da alles auf meinem Grundstück kreucht und fleucht, dann will ich denen nicht ihren Lebensraum wegnehmen. Wir werden uns arrangieren müssen.