Im Februar 2018 war dann endlich ein bisschen zeit dafür, die OSB-Wände in meinem Zimmer zu streichen. Natürlich wäre es einfacher gewesen, sie zu streichen und erst danach einzuziehen und Möbel an die Wände zu stellen! Aber ich hatte es eilig mit meinem Umzug. In der alten Wohnung konnte ich mich zuletzt weder wohl noch sicher fühlen. Ich musste da raus.
Nach der ersten Schicht Farbe habe ich mit meinem kleinen Bandschleifer (Varioschleifer von Bosch) die Ecken und Kanten glatt geschliffen. Hervorstehende Splitter müssen ja nicht unbedingt sein. Bei der Gelegenheit hab ich auch gleich den sehr rauen und splittrigen Türrahmen geglättet. Anschließend sah die Wand noch eine zweite Schicht Farbe. Jetzt bin ich mit dem Ergebnis zufrieden. Es ist immer noch OSB, fällt aber nicht mehr auf. Und in weiß, wirkt der Raum heller. Naja, zumindest der kleine Teil des Raumes, der jetzt weiß ist.
Nun gibt es ein laaaanges Regalbrett für meine CDs über den Türen, und endlich zwei volle Umzugskartons weniger. Ja, hier stehen immer noch Umzugskartons. Zeit ist kostbar und rar.

Ich mag meinen kleinen Bandschleifer. Den hat mir mal jemand zum Geburtstag (oder war’s Weihnachten?) geschenkt, der wirklich wusste, was ich brauche. Allerdings hab ich jetzt ’ne Staublunge, weil die $%&/§-Mäuse meinen Staubschutz gefressen haben, aber immerhin ist es jetzt fertig.
Die Mäuse haben übrigens noch mehr gefressen. Da sind nicht nur Löcher in der neuen Dämmung, da sind auch Löcher in meinem geliebten Körnerkissen, dass sich beim Umzug in einen Karton mit CDs verirrt hat. Sonst hätte ich es früher gefunden und meinen Rücken damit entspannt. Übrig ist jetzt ein völlig zerfetztes Etwas, von dem nicht mehr erkennbar ist, was es mal war. Eine liebe Freundin hat mir zum Glück mittlerweile ein neues geschickt.

   

Ja, der Februar war definitiv zu ungemütlich um draußen viel zu machen. Und trotzdem ist dort viel passiert. Bei der letzten Con mussten immer wieder Leute für’s Klo anstehen. Ein drittes Klo musste also her, und Jule H. kam und baute mal eben ein Plumpsklo, eine Komposttoilette in das Kabuff vor der Küchentür. Vermutlich war das um 1750 auch schonmal ein Klo, passt also.

   

Ganz nebenbei legte sie dabei die Terrasse frei. Über den völlig vermoderten Holzbohlen war eine dicke Schicht Erde und Gras, sowie alte Blätter. Nun sind die Bohlen Vergangenheit. Sie waren so verlegt worden, dass man die Klotür nicht aufbekam, also mussten sie weg. Darunter kam eine einigermaßen ebene Betonfläche zum Vorschein. Ebener als die Terrasse vorher und damit eine deutlich kleinere Stolperfalle im Dunkeln auf dem Weg zur Arbeit.

   

Irgendwann wurde es dunkel, aber Jule ließ sich nicht beirren. Im Schein eines großen Baustrahlers wurde das Kompost-Klo fertiggestellt. Zuletzt hängten wir die Tür wieder ein und bauten einen Riegel ein, und nun kann man nach draußen ausweichen, wenn einem die Schlange vor den Toiletten drinnen zu lang ist. Sicher kein Luxus, aber besser als nichts.
Toll, dass sich in meinem Freundeskreis auch für die unspektakulären Arbeiten Helfer finden!