Der Sommer kam, und mit ihm noch mehr Hitze. Das hielt meine Arbeitskollegin Lisa B., die im Winter ihren Baumkletterschein bestanden hatte, aber nicht davon ab, sich in meinem Baumbestand etwas praktische Übung zu holen. Zusammen mit einem Kumpel nahm sie sich Eichen und Linden vor und holte Totholz heraus. Schließlich soll das nicht beim nächsten Sturm jemanden verletzen.

   

Das heruntergeworfene Totholz habe ich dann in die bereits vorhandenen Totholzhecken / Benjeshecken eingefügt. So liegt es nicht im Weg herum, man stolpert nicht darüber und kann bequem die Wiesen mähen, aber es hat noch einen ökologischen Sinn und sieht gut aus. Schließlich ist auch Totholz ein Lebensraum, der immer seltener wird.

   

   

Der Sommer war toll! Die Tage sonnig, die Nächte oft klar, und auch der Mond zeigte sich von einer besonderen Seite: der roten.

Irgendwann trieb sich dann ein weißer Kater auf meinem Hof herum und kam auch imer wieder ins Haus. Per Facebook fand ich die Besitzer, die einige Höfe entfernt leben. Dort darf der Kater nicht ins Haus, vielleicht versucht er es deshalb immer wieder bei uns. Immerhin revanchiert er sich, indem er Mäuse und Ratten fängt.

Schmetterlinge hatten wir dieses Jahr einige, vielleicht auch, weil hier die Futterpflanzen für die Raupen stehen. So mögen die Raupen des Tagpfauenauges (Aglais io) vor allem Brennnesseln (Urtica dioica). Und davon gibt es hier reichlich.

Aber auch andere Insekten quartierten sich hier ein. In der hohlen Weide am Parkplatz hinter der Scheune siedelte sich ein Bienenvolk an, das einem Imker abgehauen sein muss. Vor allem wenn die Sonne schien, war da richtig was los!

Und auch die Wespen feierten Hochsaison. Sie wurden allerdings bald von zwei starken Hornissenvölkern dezimiert.

Da es tagsüber so ungewohnt warm war, wichen wir mit anstrengenden Arbeiten in die Nächte aus.
Am Arbeitsplatz konnten meine Kollegen und ich den Chef davon überzeugen, eine Stunde früher anfangen zu dürfen, und dafür auch eine Stunde früher gehen zu können. Lieber eine kühle Stunde am Morgen als eine überhitze am Nachmittag.
Auf dem Hof sah das dann so aus, dass wir nachts im Baustrahlerlicht den mittlerweile völlig trockenen Löschteich vertieften.

   

Ein gewisser Kater schaute auch immer wieder vorbei.

Im Mai war ich noch nach der Arbeit in den Teich gehüpft um mich abzukühlen, ein bisschen zu schwimmen, und dann unter der Dusche zu verschwinden. Das ging nun nicht mehr. Im Herbst-Winter davor war er zahlreiche Wochen lang übergelaufen.
Nun sollte also mehr Kapazität entstehen. An einer Stelle soll eine Flachwasserzone bleiben, für die Tiere, die das brauchen. Aber insgesamt soll er tiefer werden. Da mir leider kein Bagger zur Verfügung stand (und auch kein Geld um einen zu mieten) arbeiteten wir mit Spaten und Schubkarre.

   

Der Aushub soll einen neuen Knickwall bilden, der das Grundstück zur Westseite hin abschließt.
Bis zum Herbst wurde viel geschafft, aber fertig sind wir noch nicht. Es muss ja auch nicht alles gleichzeitig passieren.