Im Herbst 2018 war dann der Dachboden dran. Bisher bestand er aus einer Ansammlung von Löchern und ich hatte immer etwas Angst, dass da mal jemand reinfällt. Das sollte nun ein Ende haben!

Auch die Fläche über meinem Zimmer (das über der Taverne ist) wurde in diesem Bauabschnitt begehbar gemacht. Bisher lag dort nur die Dämmung lose auf meiner Zimmerdecke.

Also schafften wir die Dämmung beiseite, und die Zimmerer der Firma Jahns brachten tragende Balken an, auf die der neue Fußboden in Form von OSB-Platten befestigt wurde.

Und wenn man schonmal dabei ist, kann man ja auch gleich dafür sorgen, dass der neu geschaffene Raum auch betretbar wird. Daher ließ ich mir auch gleich eine Treppe dort hinzimmern

Nun musste noch der Spitzboden dran glauben. Nachdem der Vorbesitzer des Hauses viele tragende Balken und sämtliche Wände auf dem Dachboden entfernt hatte, hängte er an das nicht mehr getragene Dach einen Spitzboden dran. Was das mit dem Haus gemacht hat, sieht man, wenn man sich die Westwand anschaut. Sie ist komplett nach außen gekippt, im Norden etwas mehr als im Süden und wird wohl schief bleiben. Immerhin ist sie mittlerweile wieder stabilisiert. Damit nicht noch mehr Schäden entstehen, sollten Drehstützen den Spitzboden tragen. Diese waren jetzt aber dem weiteren Ausbau im Weg. Man kann ja keinen Boden erneuern und erweitern, wenn dort noch Drehstützen drauf stehen.

Also weg mit dem Spitzboden!

Dabei versuchten wir, die langen Balken möglichst an einem Stück herunterzuholen. Einfacher wäre es gewesen, sie direkt auf Kaminholzlänge Stück für Stück abzusägen. Aber die waren ja noch gut, und Pläne für weitere Bauten auf dem Grundstück (Sauna, Zuberhütte, Schafstall etc.) gibt es noch genug, da freu ich mich über jeden stabilen Balken den ich nicht einkaufen muss.

Was abgesägt war, lernte Fliegen. Da das Reet ohnehin noch im selben Monat ersetzt werden sollte, ließen wir das Holz einfach aus dem Fenster fallen. das Dach darunter war eh nicht mehr dicht, viel kaputt machen konnten wir nicht mehr.

Und so arbeiteten wir uns nach und nach von Süden nach Norden vor. Um die Balken in einem Stück herunterzubekommen ohne dass jemand erschlagen wird, dachte sich Thomas P. eine Technik aus, bei der die Balken von Seilen gehalten und so langsam heruntergelassen werden konnten.

Nun rückten wieder die fleißigen Zimmerer der Firma Jahns an und brachten Balken und Dämmung an.

Mit Kumpels verlegte ich dann OSB-Platten als Fußboden.

Nach zwei Tagen Arbeit war es vollbracht und der Dachboden hat eine geschlossene Bodendecke. Keine Löcher mehr, in die man einbricht, keine Stolperfallen… ich mag’s.