Inmitten von Feldern, Knicks und Weiden liegt Köhnholz. Im Jahre 1750 wurde dort ein Wohngebäude mit Stall errichtet, später kamen ein Backhaus, ein Schuppen und eine Scheune dazu.

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In Köhnholz gibt es insgesamt zwei Höfe, jedoch sind viele Hecken, Knicks und auch viel Abstand dazwischen, sodass man sich gegenseitig nicht auf’s Grundstück gucken kann und das Gefühl hat, allein zu sein. Der Stallbereich des Wohnhauses wurde im letzten Jahrhundert zum Wohnbereich ausgebaut, vorher lebten dort Schweine. Die Straße ist eine Sackgasse. Da fährt höchstens der benachbarte Landwirt vorbei wenn er auf sein Feld will.

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Als ich das Gelände kaufte, waren alle vier Gebäude in abrissreifem Zustand. Eine Abrissgenehmigung lag bereits vor. Aber ein ehemals schönes Fachwerkhaus mit Reetdach von 1750 einfach platt machen? Es wäre so schade drum gewesen. Ich sah eine Menge Potenzial in dem alten Gemäuer, und ein Haus im Bestzustand hätte ich mir eh nicht leisten können, also wurde es dieses.

Dem Haus fehlen einige tragende Dachbalken, die Westwand neigt sich nach außen, sämtliche Wasserleitungen sind nicht mehr vertrauenswürdig (so sie noch existieren) und der alten Ölheizung von 1988 will wohl auch niemand mehr etwas zutrauen. Einige Zimmer im Erdgeschoss haben keine Decke. Das Dachgeschoss ist ein Schlachtfeld. Die Reste des Daches sind größtenteils undicht. Ebenso abenteuerlich sehen die Stromleitungen aus. Der Kamin ist nicht mehr zugelassen und der Schornsteinkopf kaputt. In der Scheune und im Schuppen liegt jede Menge Müll. Auf gut Deutsch: Eine Herausforderung! Aber die Räume, die noch einigermaßen intakt sind, sind einfach unglaublich schön. Urig, stimmungsvoll, einfach toll. Das Wohnzimmer… ein Traum. Genau sowas wollte ich immer haben.

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Das Gelände ist geprägt von Wiesen, die von Knicks / Wallhecken durchzogen sind, wie es typisch für Schleswig-Holstein ist. Alles ist gut eingewachsen, von keinem Punkt kann man das gesamte Gelände einsehen. Es gibt viele versteckte Ecken, Platz für Baumhäuser und Räuberhütten, Orkhöhlen und Hobbithütten. Ich entdecke selbst ständig Neues.

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Neben diversen Apfelbäumen und einem Kirschbaum gibt es jede Menge Schlehen und auch einen Walnussbaum. Was es leider nicht gibt ist eine funktionierende Drainage des Bodens. Es dauert lange, bis Wasser nach einem Regenguss versickert. Es gab mal Gräben, die sind aber im Lauf der letzten Jahrzehnte nicht gepflegt worden und immer flacher geworden. Der Feuerlöschteich ist im Sommer ausgetrocknet, auch er ist zu flach. Umgestürzte Bäume liegen herum, die zu Feuerholz für den Kamin verarbeitet werden wollen. Auch hier gibt es also noch viel zu tun.

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Eines Tages wird dieses Grundstück ein schönes LARP-Gelände sein. Diejenigen, die mir auf dem Weg dahin zur Hand gehen, dürfen sich auf günstigere Con-Gebühren / weniger Geländemiete / einen Wohnwagenstellplatz wenige km vom nächsten Ostsee-Strand entfernt für die Sommerferien freuen. Feuerholz wird vermutlich immer genug da sein, es liegt jede Menge Totholz herum, und auch die Knickpflege ist eine gute Holzquelle.

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Bisher gehen die Renovierungen gut voran und ich habe viele motivierte Helfer. An Arbeitskraft mangelt es nicht. An Geld jedoch sehr wohl. Man riet mir, Crowdfunding zu machen. Ich hab mich informiert, aber 11% Gebühren waren mir zu viel. Das kann ich auch selbst, dachte ich, und habe deshalb den Paypal-Spende-Button auf dieser Seite. Per Mail darf auch gerne die IBAN angefragt werden. Nun habe ich die Hoffnung, dass der ein oder andere Euro seinen Weg zu mir findet. Es soll auch nicht zum Schaden des edlen Spenders sein!