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Träume nicht dein Leben sondern lebe deinen Traum

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Das Kiesbeet

Im Mai wurde dann das Kiesbeet neu angelegt. Es war so sehr verunkrautet, dass es einfacher war, die oberste Erdschicht abzutragen und neu aufzuschütten.

   

Tatkräftige Hilfe bekam ich von Mareike und der Firma N.A.T. aus Eckernförde. Wir schnitten die Schlehe zurück, die kuscheln kommen wollte, trugen die Rohre beiseite und begannen zu buddeln.

   

Gemeinsam schafften wir Schubkarre für Schubkarre mit altem Substrat auf den zukünftigen Knickwall an der Westseite des Grundstücks. Dabei bemühten wir uns, so viele Schilfpflänzchen zu retten wie möglich. Außerdem versteckten sich noch Lilien in all dem Unkraut. Auch diese legten wir beiseite um sie später wieder einzusetzen.

Wenige Tage später ließ ich mir dann drei Ladungen Kies kommen. Wir verteilten ihn gleichmäßig auf der Fläche und pflanzten die alten sowie zahlreiche neue Schilfpflänzchen. Die alten Rohre ließen sich noch verwenden.

   

Mitterweile ist alles gut angewachsen und meine biologische Kläranlage funktioniert endlich so, wie sie soll.

Große Schritte in Richtung Bewohnbarkeit

Das erste Beet auf dem eigenen Gelände. Die Erdbeeren und Stachelbeersträucher stammen aus meinem ehemaligen Kleingarten. Wenn man dort gebuddelt hat, fand man immer irgendetwas was nicht unter die Erde gehört.  Hier auch. Im Angebot ist derzeit ein rostiges, altes Stallfenster, diverse Glasscherben, Reste alter Dachziegel und undefinierbare Metallteile.

   

Aber so langsam wird’s. Für den Kompost gibt’s jetzt Kompost-Kisten.

Und auch drinnen hat sich viel getan. Die Heizanlage läuft. Es gibt nun endlich Warmwasser zum Waschen und Duschen.

Bei anderen Leitungen besteht noch Handlungsbedarf. So wird die Ostwand neben der Küchentür immer nasser. Der Wasserhahn dort tut zwar ziemlich unschuldig, aber mir kann keiner erzählen, dass der nicht etwas damit zu tun hat.

Auch im Wohnzimmer tat sich was. Die Wände sind verkleidet, die neuen Fenster drin.

   

Draußen wurden Löcher in Wand und Dach gestopft.

Auf dem Dachboden kann man die neue Dämmung bestaunen.

   

Und in meinem Zimmer geht’s auch voran.

   

   

Am 6. Mai tobten sich dann einige LARPer mit ihren Endzeitwaffen aus. Sie funktionierten auch eine alte Egge, die im Gebüsch gelegen hatte, zum Grillrost und zur Kochhilfe um. Wozu so eine Feuertonne und ein bisschen Schrott noch gut sind!

Ruhe in Frieden, alter Apfelbaum

Ruhe in Frieden, alter Apfelbaum.

Du trugst die leckersten Äpfel meines Hofes. Und sie schmeckten nicht nur gut, sie waren auch sehr lange lagerfähig.

Ich werde dich schrecklich vermissen, du alte, unbekannte Sorte.
Du hast mir geschmacklich den Winter versüßt.
Nun hoffe ich, dass die Edelreiser, die du mir im Februar zum Veredeln zur Verfügung gestellt hast, zu starken Bäumchen heranwachsen werden und du auf diese Weise weiterlebst.

Mach’s gut, alter Kumpel.

   

Er war alt, teilweise hohl. Dann wurde er im Winter von einem Baumateriallieferanten mit dem Kranwagen gerammt. Dadurch bekam er einen langen, tiefen Riss in den Stamm. Und am 3. Mai war es sehr windig, da ist er längs dieses Risses gebrochen und dann gefallen.
Und ich könnte heulen! Ich habe hier viele Apfelbäume, aber ER war der beste. Die beste Ernte, die leckersten Äpfel, die meisten Äpfel, die haltbarsten Äpfel…

Erfolge!

Manchmal muss man einfach ein bisschen feiern!

Der 27. April 2017. Ein seltsamer Tag. Fing gar nicht so gut an.
Andrea und ich saßen fast eine Stunde bei der Polizei in Gettorf und meldeten den Diebstahl unseres Werkzeugkoffers und des Generators. Das dauerte wesentlich länger als wir befürchtet hatten. Dadurch schaffte ich es nicht zum Handballtraining. Und ich hatte mich nichtmal abgemeldet!
Dafür wollten wir dann noch eine Kiste zum Hof bringen, die noch im Auto war, und mal schauen, was die Handwerker da heute so geschafft hatten.
Und siehe da: Es gibt Lichtschalter. Und sie funktionieren! WIR HABEN STROM !!!
Was haben wir da gefeiert, gesungen, getanzt… eine Hürde weniger auf dem Weg zum Umzug, es geht voran.
Strom aus echten Steckdosen. Und Licht. Andrea und ich liefen durch alle Räume und probierten jeden einzelnen Lichtschalter aus. Ein tolles Gefühl.

Auf dem Rückweg stand ich dann an der Kreuzung B76 / Eckernförder Straße wie immer an der Ampel. Und weil die nächste (Eckernförder Str. / Gutenbergstr.) sowieso rot wird, das wird sie immer, hab ich gar nicht erst groß beschleunigt. Außerdem war da hinter mir dieser Drängler, der mich schon länger nervte… Wie gesagt, es ist nicht möglich noch bei grün über die nächste Ampel zu kommen ohne zu schnell zu fahren. Auch nicht, wenn man schnell beschleunigt und am Limit fährt. Die Ampel wurde gelb, der Spinner hinter mir beschleunigte, überholte, düste mit Affenzahn an mir vorbei… und dann voll rein in den fest installierten Blitzer, mit überhöhter Geschwindigkeit und bei Rot. Ich sah das rote Licht und genoss es. An der nächsten Ampel stand er dann wieder vor mir. Hat ihm also echt viel gebracht.

   

Am 5.5. folgte dann das Dach.

   

Und dann gibt es noch das ein oder andere Kuriosum. Da wären diese lustigen Käfer. Sie ließen sich durch nichts aus der Ruhe bringen, auch nicht durch einen dritten Käfer, der auch noch mitspielen wollte.

… und dann war da noch das Quietscheentchen in der Abwassergrube. Am 25.4. wollte ich abpumpen, ein letztes Mal mit Kabeltrommel. Mittlerweile funktioniert auch hier die Stromversorgung und es besteht nicht mehr die Gefahr, dass die Grube überläuft, wenn eine Taverne voll LARPern zu viel Bier trinkt.

Die Reaktionen auf das Quietscheentchen bei Facebook waren teilweise sehr erheiternd.
So fangen Horror Filme an (zwar keine guten, aber immerhin 😉 )!!!
– Ganz klar Wasserstandsanzeiger.
– Badetag!

Molche retten!

Strom / Wege ins Dachgeschoss / Das größte Entennest der Welt

Neben der Küche gibt es einen Raum, der vermutlich mal die Vorratskammer war. Dort sollten nun die Heizöltanks und der Sicherungskasten für die Stromversorgung hinkommen. Und die Decke dieses Raumes sollte gedämmt werden.  Dafür musste ersteinmal jede Menge Müll verschwinden, der darauf lag. Praktischerweise gab es da dieses Loch in der Zimmerdecke, lediglich abgedeckt durch drei Styroporplatten. Diese legte ich auf den Fußboden des Raumes und fegte den ganzen Mist dann einfach hinunter. Dann ab in Müllsäcke… und schon sieht alles ganz anders aus.

    

Nun ist der Stromkasten drin und der Elektriker hat sich ordentlich ausgetobt.

Zahlreiche neue Leitungen wurden gezogen. Lichtschalter und Steckdosen wurden angebracht. Außensteckdosen für die kommenden Liverollenspiele und eventuelle Schlachtfeldbeleuchtung wurden ebenfalls nicht vergessen.

Und noch etwas ist neu: Der Treppenaufgang in mein Zimmer wurde erweitert. Bisher hab ich da beim Heruntergehen immer den Kopf einziehen müssen. Nun wurde nach oben angebaut.

   

Während die Handwerker fleißig die Zimmerdecken dämmten, war die Vogelwelt rund ums Haus auch nicht untätig und unter dem neuen Reet entstand ein Nest.

   

Vor den Südfenstern, auf einem großen Haufen altem Reet, nistet eine Stockente. Nein, sie thront da. Im größten Nest, das je eine Stockente besessen hat. Von meinem Zimmerfenster aus lässt sie sich schön beobachten. Ich wünsche ihr viel Erfolg!

   

Unterwegs 9

Vom 21. bis 23. April fand dann die nächste kleinere Tavernencon statt. Anders als beim letzten Mal spielte sogar das Wetter einigermaßen mit!

Es wurde viel Zeit außerhalb der Taverne verbracht, am Lagerfeuer gesessen, altes Reet in der Feuertonne vernichtet und auf offenem Feuer gekocht.

Auch ein Waffentraining kam nicht zu kurz.

   

   

 

Weiterentwicklung des Daches

22. März

26. März

   

27. März

31. März

3. April

4. April

5. April

6. April

7. April

10. April

11. April

14. April

 

Wasser, Wasser, Wasser… und die Natur legt los!

Mitte bis Ende März regnete es dann so viel, dass auch die Gräben an der Straße überliefen.

       

Auch der Löschteich war randvoll. Das hinderte die Narzissen allerdings nicht am Blühen.

   

Am Knick erwachten immer mehr Buschwindröschen, und im alten Apfelgarten fand ich neben Narzissen und Schneeglöckchen nun auch Wald-Gelbsterne. Und eine Rehspur, die aussah, als wäre das Reh kein Paarhufer, sondern ein Dreizeher. Aber wer weiß, was sich hier noch alles herumtreibt? Im Löschteich machen es sich jetzt jedenfalls immer öfter Enten bequem.

          

Auch der Sumpf war ordentlich voll. ich frage mich, wohin diese Gräben eigentlich ablaufen sollen. In die Gräben der Gemeinde jedenfalls nicht. Sollte bei ihrer Entstehung der Plan gewesen sein, dass das Wasser da versickert oder verdunstet, so war das ein schlechter Plan.

Leider musste ich feststellen, dass mein Tor nicht mehr gerade steht. Wie schafft man sowas? Und warum?

     

Fenster und Dämmung

Einfach mal ein paar Fotos. Sie sagen mehr als 1000 Worte.

Anfang März kamen die neuen Fenster und nach nur wenigen Arbeitstagen hatten die Zimmerleute alle eingebaut.

Hier die Südwand des Wohnzimmers.

   

Auch in Sachen Dämmung tut sich was.

Jeden Nachmittag, wenn ich nach der Arbeit auf die Baustelle fahre, lassen sich nun Fortschritte sehen.

      

Auch mein Sclafzimmer im ersten Stock macht sich!

               

Auch die zwei Zimmer im Erdgeschoss, die Andrea bekommen soll, werden langsam fertig.

   

Und auch in der Küche tut sich was.

               

Die Karre bekommt einen Helfer

Die gute, alte Karre, von vielen belächelt, bekam nach meinem Geburtstag einen Unterstützer, der schon lange fällig war: Einen Anhänger! Für diverse Fahrten zu Liverollenspielen hatte ich mir schon öfter einen Anhänger von Freunden ausgeliehen und jedesmal gedacht, wie schön es doch wäre, einen eigenen zu haben. Aber ohne eigenes Grundstück oder Garage hätte ich nicht gewusst, wohin damit. Ich hätte immer Angst vor Diebstahl oder Vandalismus gehabt. In meiner an sich friedlichen Kieler Wohngegend wurde meine Karre viermal aufgebrochen, jedesmal verschwanden Kleinigkeiten wie zum Beispiel das Warndreieck. Ein anderes Mal wurde der Heckscheibenwischer abgebrochen. Irgendjemand scheint das hier als Sport zu betreiben. Was mit einem Anhänger passiert, der monatelang ungenutzt herumsteht, wollte ich nicht ausprobieren. Nun aber war Platz da, und vor allem auch der Bedarf an mehr Stauraum als dem Kofferraum.

Es dauerte auch nicht lange und er musste sich bewähren: In Gettorf wollte jemand Mutterboden und Sand loswerden. Jede Menge Mutterboden. Insgesamt 15 Mal fuhr ich hin und her, meistens alleine, an einem der drei Tage kam Mariyam mit und half tatkräftig.

   

Auch die Rehe ließen sich mal wieder blicken. Und in Revensdorf musste ich bei all diesen Fahrten nun schon viermal für die gleiche Katze eine Vollbremsung hinlegen. Da steht „Achtung, Kinder“ an der Einmündung. Aber die Kinder dort sind vernünftig, die passen auf. „Achtung, lebensmüde Katze“ wäre sinnvoller.

Und die Natur erwachte nach einem Winter, der zum Glück dieses Mal nicht ganz so lang war. Kein Schneechaos, kein Glatteis… ok, ein bisschen schon. Aber das haben wir hier schon ganz anders erlebt. Einmal war’s morgens tatsächlich glatt als ich unterwegs zur Berufsschule war. Ich hatte viel zu lange im Bett gelegen, mich immer wieder umgedreht und meine vier Wecker ignoriert. Und dann kam ich zu spät. Mein Klassenlehrer fragte mich, ob meine Verspätung glatteisbedingt wäre. Ich glaube, dann hätte er sie nicht eingetragen. Das war natürlich eine verlockende Aussicht. Aber ich hasse Lügen. Also sagte ich ihm, ja, glatteisbedingt. Die Leiter meines Hochbettes wäre so glatt gewesen heute morgen, da wäre ich immer wieder ins Bett zurückgerutscht.

Schneeglöckchen, Krokusse, Narzissen und Buschwindröschen grüßten die ersten Sonnenstrahlen.

Mariyam half auch noch fleißig, die alten Dachlatten und sonstigen Holzmüll kleinzusägen. So eine Kreissäge ist schon ein tolles Spielzeug! 😉

  

Und ich dachte mir,  jetzt mit 30 sollte ich doch noch einmal etwas gegen das Erwachsen werden tun. Das ist schließlich nur etwas für Langweiler. Älter werden ist ja in Ordnung, aber erwachsen werden? Und deshalb habe ich einen Shaun-das-Schaf-Aufnäher auf meine Arbeitsjacke genäht. Für mehr Spaß bei der Arbeit.

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